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Lachendorf In der Samtgemeinde Lachendorf sind viele Konstellationen denkbar
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18:21 12.09.2016
Wahlergebnis Samtgemeinde Lachendorf Quelle: CZ
Lachendorf

Mit zwei Mitgliedern sind jetzt auch die Grünen präsent, sie holten 6,2 Prozent. Sieben Sitze und damit drei weniger als bisher hat die SPD. Sie büßte bei der Wahl am Sonntag 10,2 Prozentpunkte ein und musste die CDU vorbeiziehen lassen, die um einen Prozentpunkt zulegte und jetzt mit acht Sitzen und damit einem mehr als bisher stärkste Kraft ist. Für UB (5), FDP (4), UL (2) und Linke (1) bleibt bei der Sitzverteilung alles beim Alten, auch wenn die UB bei den Stimmen um 2,3 auf 18,7 Prozent zulegte.

Die drei großen politischen Kräfte hatten in der Vergangenheit in vielen Punkten zusammengearbeitet, SPD, CDU und UB hatten auch jeweils einen stellvertretenden Bürgermeister gestellt. "Es gibt viele unterschiedliche Konstellationen, die man eingehen kann", sagt der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Ostermann mit Blick auf das Ergebnis. In der kommende Woche werde die alte Fraktion mit den neu gewählten Mitgliedern zusammenkommen und die Situation besprechen. Gehe es nach ihm, werde mit allen anderen Gruppen mit Ausnahme der Linken gesprochen. Kommunalpolitik sei Bürgerpolitik, sagte Ostermann. Die Sachpolitik stehe im Vordergrund, es gehe um Konsensfindung.

Unzufrieden zeigte sich Erhard Thölke von der SPD. "Wir hätten uns gewünscht, stärkste Fraktion zu bleiben", sagte er. Es sei einer Hetz- und Lügenkampagne gegen die SPD im Kernort Hohne zu verdanken, wie die Partei abgeschnitten habe. Auch sei es den Sozialdemokraten nicht gelungen, Eldingen und Ahnsbeck personell zu besetzen. "Die CDU hat das Heft des Handelns in der Hand", sagte Thölke. Die SPD suche eine sachliche Zusammenarbeit mit allen anderen Kräften. In den vergangenen fünf Jahren habe man mit der CDU gut zusammengearbeitet.

"Wir sind froh über das Ergebnis", sagte Egbert Ehm von der UB. Das Resultat von 2011 sei noch einmal verbessert worden, man habe den sechsten Sitz nur knapp verpasst. Für eine Mehrheit im Samtgemeinderat seien 16 Stimmen notwendig und dafür seien diverse Konstellationen denkbar. CDU, UB und UL würden die 16 Sitze erreichen. "Das hat von 2001 bis 2006 sehr gut geklappt", sagte Ehm rückblickend.

CDU: Hartmut Ostermann, Christa Harms, Jan Hägerling, Reinhard Otte, Wilhelm Kuhls, Holger Dralle, Ulrich Lange, Dennis Niemann, Helmut Westermann; SPD: Erwin Kriegel, Erhard Thölke, Cornelia Bilgenroth, Joachim Kuhls, Sascha-Joachim Schauer, Gabriele Repold, Daniel Haufe; Grüne: Christian Brandes, Peter Piechutzki; FDP: Joachim Lübbe, Charles Sievers, Jörn Künzle, Barbara Baumann; Die Linke: Heinz-Rudolf Jess; UB: Claus Winkelmann, Egbert Ehm, Annette Urbanke, Heinz Riebau, Horst Riemer; UL: Ulrich Kaiser, Jörn Kolossa.

Von Joachim Gries