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Lachendorf Investitionen für Kinder und Wehr
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Investitionen für Kinder und Wehr
14:39 09.12.2011
Lachendorf

„Da sind keine Spielereien drin“, sagt Samtgemeindebürgermeister Jorg Warncke über den Haushalt 2012 der Samtgemeinde Lachendorf. Beschlossen ist er noch nicht, in der vergangenen Woche hat sich der Finanz-, Wirtschafts- und Verkehrsausschuss mit dem Zahlenwerk beschäftigt, jetzt geht er in die Fachausschüsse, dann erneut in den Finanzausschuss. Am 9. Februar 2012 steht dann die Abstimmung im Samtgemeinderat an.

Um große Zahlen geht es im kommenden Jahr bei den Investitionen: 500.000 Euro sind für das neue Feuerwehrgerätehaus in Lachendorf am Ahnsbecker Kreisel eingeplant, die gleiche Summe sieht der Investitionsplan auch für 2013 vor. Das Projekt muss über zwei Jahre gestreckt werden, weil die Samtgemeinde es nicht auf einen Schlag finanzieren kann. Deshalb ist Baubeginn voraussichtlich auch erst im Sommer. Die Kommune muss in Vorleistung gehen, erwartet aber vom Landkreis einen Zuschuss über 200.000 Euro, sodass sich die eigenen Kosten für den Neubau auf 800.000 Euro reduzieren. 8100 Euro sind für ein neues Sprungpolster eingeplant, das die Ortsfeuerwehr Lachendorf für die Rettung von Menschen aus dreigeschossigen Gebäuden bereithält.

Ebenfalls auf zwei Jahre gesplittet ist die Einrichtung von Kinderkrippen für jeweils 15 Kleinkinder in Ahnsbeck und Hohne. Während für den Umbau des Dorfgemeinschaftsraums in Ahnsbeck zur Betreuungseinrichtung zusammen 200.000 Euro veranschlagt sind, soll in den Jahren 2012 und 2013 ein Neubau im Hohner Baugebiet Trambalken für 500.000 Euro entstehen. Für Eldingen ist der Bau einer Krippe gegenüber dem Kindergarten dann im Jahr 2013 geplant. Veranschlagte Kosten auch hier: 500.000 Euro.

Im Kindergarten Südfeld in Lachendorf steht 2012 eine energetische Sanierung an. Das Gebäude aus dem Jahr 1971 verfügt über eine Elektro-Nachtspeicherheizung, die in den beiden vergangenen strengen Wintern die Räume nicht mehr ausreichend beheizte. „Das ist den Eltern nicht mehr zuzumuten“, sagt Warncke. Der Austausch der Heizung soll mit einer Wärmedämmung des Gebäudes einschließlich neuer Fenster einhergehen. 150.000 Euro sind hierfür angesetzt.

Wenn die Gemeinde Eldingen im kommenden Jahr die Schulstraße und den Drosselweg ausbaut, ist die Samtgemeinde über die Ausbaubeiträge kräftig an den Kosten beteiligt. Sie ist mit Grundschule und Sportplatz Anliegerin – und darf 168.000 Euro beisteuern. Zudem ist sie auch für den Bau einer neuen Bushaltestelle für 69.000 Euro in der Schulstraße zuständig.

568.600 Euro fehlen 2012 im Ergebnishaushalt. Warncke weist in diesem Zusammenhang auf die Krippen und das Ganztagsangebot der Grundschulen hin, die einen hohen Zuschussbedarf haben. „Von uns allein ist das dauerhaft wohl nicht zu finanzieren“, sagt er. Und wenn die Zahl der Krippenplätze nicht ausreicht, müssen weitere Investitionen getätigt werden.

Von Joachim Gries