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Lachendorf Jörg Warncke bleibt Lachendorfer Samtgemeindebürgermeister
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Jörg Warncke bleibt Lachendorfer Samtgemeindebürgermeister
21:50 08.03.2015
Quelle: Maren Schulze
Lachendorf

Deutlich, aber wenig überraschend ist die Stimmenauszählung ausgefallen. Gegenkandidatin Bettina Jaros hatte im Vorfeld geschätzt, höchstens 20 Prozent der Stimmen zu erhalten. Dennoch sie bereut nicht, angetreten zu sein. „Ich habe mit 23 Prozent Platz zwei erreicht und meine Prognose übertroffen. Das ist doch gut“, sagte sie während ihrer Wahlparty bei sich zu Hause. Denn obwohl sie nicht gewonnen hatte, war die Erzieherin in Feierlaune. Sie hat erreicht, was sie wollte – Amtsinhaber Warncke Konkurrenz zu machen. Denn es hatte sich sonst kein Gegenkandidat aufstellen lassen. Auch mit Blick auf die Wahlbeteiligung von 33,1 Prozent ist sie froh, dabei gewesen zu sein. Sie glaubt, dass es ohne sie noch weniger hätte sein können. „Das macht mich traurig. Daran sehe ich, wie wenig Bürger Interesse an der Politik haben.“

Insgesamt haben 3375 Personen ihre Stimme abgegeben. Dabei entfielen 771 der gültigen Stimmen auf Jaros, für Warncke votierten 2584 Wähler. Verwaltungschef Jörg Warncke ist von der Wahlbeteiligung allerdings positiv überrascht, hatte er doch mit nur 30 Prozent gerechnet. „Viele hatten mir gesagt, dass ich ja sowieso gewinne. Deshalb sind sie nicht wählen gegangen“, erklärt er und findet, das Wahlrecht heiße auch, nicht wählen gehen zu können.

Dass die bisher eher unbekannte Bettina Jaros trotzdem 23 Prozent der Stimmen erhalten hat, erklärt er so: „Wir haben immer ein Protestwählerpotenzial. Es ist klar, dass Leute mit unangenehmen Entscheidungen nicht zufrieden sind.“ Seinen Wahlsieg feierte er am Abend mit Freunden und Unterstützern in einer Gaststätte.

Am Montag sitzt er wieder wie gewohnt im Lachendorfer Rathaus und will dort weiter machen, wo er am Freitag aufgehört hat. Ob Jaros sich weiterhin politisch engagieren will? Das hatte sie am Sonntag noch nicht entschieden.

Von Johanna Müller