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Lachendorf Kein Platz im Lachendorfer Rathaus
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Kein Platz im Lachendorfer Rathaus
19:13 19.11.2014
Das Lachendorfer Rathaus wurde 1967 gebaut. Fenster müssen ersetzt werden, auch sind noch Heizkörper aus den ersten Jahren im Einsatz. Quelle: Benjamin Westhoff
Lachendorf

Das Lachendorfer Rathaus platzt aus allen Nähten. In der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses der Samtgemeinde Lachendorf wurde das Problem im Rahmen der Bereisung unter die Lupe genommen. „Wir sollen uns Gedanken über einen Anbau machen und dann vortragen“, sagte Verwaltungschef Jörg Warncke nach der Sitzung. Teile des Gebäudes aus dem Jahr 1967 zeigen zudem Schwächen. So müssen Fenster ersetzt werden, auch sind noch Heizkörper aus den ersten Jahren im Einsatz. Zudem sottet der Schornstein durch und bereitet Probleme, seit er nicht mehr benutzt wird, da das Rathaus an das Nahwärmenetz angeschlossen ist. Für die Rathaussanierung sind im kommenden Jahr 250.000 Euro vorgesehen.

Bei der Tour durch die Samtgemeinde wurde im Bauhof auf die Notwendigkeit zur Anschaffung eines neuen Lastwagens sowie eines neuen Salzstreuers für den Winterdienst hingewiesen. Für den Wagen sind 220.000 Euro, für den Aufsattelstreuer 25.000 Euro eingeplant.

Empfohlen zur Aufnahme in den Haushalt wurde vom Bauausschuss die Komplettsanierung der Zufahrt zum Feuerwehrhaus in Hohne für 39.000 Euro, hierfür stehen an Haushaltsresten aus diesem Jahr 17.000 Euro bereit.

An der Grundschule in Eldingen müssen aus Brandschutzgründen noch einige Türen so geändert werden, dass sie in Fluchtrichtung öffnen, zudem müssen in zwei Räumen die Fenster so geändert werden, dass sie als Fluchtwege dienen können. „Bei Schulen und Kindergärten müssen diese Dinge schnell erledigt werden“, sagte Warncke. Der Brandschutzprüfer hatte diese Schwachstellen moniert.

Größtes Projekt ist der Umbau der Turnhalle in Hohne zu einer Mehrzweckhalle. Hierfür sind in den kommenden zwei Jahren 1,5 Millionen Euro eingeplant. Nur die Sanierung der Halle war vor Jahren mit 320.000 Euro angesetzt worden. Vor allem der Energieverbrauch ist durch eine Glasbauwand sehr hoch. Das Projekt soll zur Förderung im Rahmen des integrierten Entwicklungskonzepts angemeldet werden, auch die Planung wäre bereits förderfähig. „Es wird eine angemessene Beteiligung der Gemeinde Hohne erwartet“, sagte Warncke zu dem weiteren Vorgehen.

Auch die Erneuerung der Beleuchtung an den drei Grundschulen in Eldingen, Hohne und Lachendorf beschäftigte den Bauausschuss. Geplant ist die Umstellung auf LED-Lampen, die von Bewegungsmeldern gesteuert werden. Ursprünglich waren Ausgaben von 560.000 Euro vorgesehen, da inzwischen die Förderbescheide vorliegen, sollen im Finanzausschuss Ende des Monats die Ausgaben auf knapp 443.000 Euro reduziert werden.

Von Joachim Gries