Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lachendorf Krippe in Ahnsbeck öffnet 2015
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Krippe in Ahnsbeck öffnet 2015
17:31 16.07.2014
Äußerlich ändert sich gar nicht viel am Kindergarten Ahnsbeck, aber im ersten Bauabschnitt wird innen Platz für eine neue Krippengruppe geschaffen.  Quelle: cz
Lachendorf

Zum Beginn des Kindergartenjahrs 2015/16 soll die Krippe in Ahnsbeck ihren Betrieb aufnehmen. Zudem soll in dem Kindergarten eine integrative Gruppe eingerichtet werden. Am Montag wurde die Planung im Umwelt- und Bauausschuss der Samtgemeinde Lachendorf vorgestellt. „Bisher haben wir keine integrative Gruppe in der Samtgemeinde. Ahnsbeck wäre dafür ein zentraler Standort“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke. Auch Platz für den notwendigen Anbau wäre vorhanden. „Wir würden allen Ansprüchen in den nächsten Jahren gerecht werden“, sagte Warncke.

Während der Bau einer Krippe in Ahnsbeck bereits Konsens war und auch die Förderung von Land und Landkreis Celle zugesagt sind, sollen sich die politischen Gremien jetzt mit den weitergehenden Vorstellungen beschäftigen. Grundsätzlich stieß die Vorstellung der Pläne im Ausschuss auf Zustimmung.

Diplom-Ingenieur Jean Peters vom Bauamt im Lachendorfer Rathaus präsentierte Zeichnungen und erläuterte das Vorhaben. Er bereitet jetzt den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt vor. Entfallen werden zwei Räume des bisherigen Begegnungszentrums, damit die Krippe für bis zu 15 Kinder eingerichtet werden kann. Auch die kleinere Wohnung im Dachgeschoss wird künftig vom Kindergarten genutzt, hier sollen Räume für Personal, Besprechungen und Vorbereitungen entstehen. Der Zugang zu dieser Wohnung kann künftig dem Außenbereich des Kindergartens zugeschlagen werden. Auch drei Kellerräume werden für Lagerzwecke frei. Diesen Bereich der Planung billigte der Ausschuss einstimmig.

Die Kosten für den Krippenbau gibt Peters mit 220.000 bis 230.000 Euro an. Vom Land liegt eine Zusage über 115.500 Euro vor, vom Landkreis kommen zusätzlich noch einmal 2550 Euro pro Krippenplatz, zusammen also 38.250 Euro. „Das ist eine ziemlich gute Finanzierung“, sagt Peters. Im kommenden Sommer müssen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, denn bis zum 31. Juli 2015 muss der Verwendungsnachweis beim Land vorliegen. Eingebaut werden soll auch eine neue Küche, damit die Verpflegung der Kinder vor Ort zubereitet werden kann.

Für den zweiten Bauabschnitt rechnet Peters mit Kosten von 380.000 Euro. „Abzüglich der Zuschüsse“, sagt er. Dazu werde beim Land angeklopft. Die Finanzierung sollte auf die Jahre 2015 und 2016 aufgeteilt werden. Mit dem Landkreis müssten zudem Einzelheiten des Konzeptes besprochen werden. „In den Augen des Landkreises waren wir bisher in Sachen Integrationsgruppe ein weißer Fleck auf der Landkarte.“ Das wäre dann 2016 vorbei. Der Kindergarten hätte dann drei Gruppen, davon eine Integrationsgruppe, in der maximal vier Kinder mit Einschränkungen betreut werden können.

Besprochen wurde im Ausschuss zudem, dass der Zaun am Kindergarten erneuert werden soll. Zum Südfeld und zur Genossenschaftsstraße hin soll ein Metallgitterzaun mit einer davor gepflanzten Hainbuchenhecke entstehen, mit der Kapellengemeinde und einem privaten Anlieger soll noch über eine Lösung gesprochen werden. Zur Kapelle hin sei aus optischen Gründen eine Art Staketenzaun denkbar, sagte Peters.

Von Joachim Gries