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Lachendorf Lachendorf berät über Baugebiet am Gymnasium
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorf berät über Baugebiet am Gymnasium
16:59 09.06.2016
Lachendorf

81 Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser mit Größen zwischen 640 und 930 Quadratmetern weist das städtebauliche Konzept für den 10,7 Hektar großen Bereich östlich des Gymnasiums aus. Der westliche und südliche Bereich besteht zurzeit noch aus Wald, der Rest ist Acker. Für den gerodeten Wald mit einer Größe von gut 60.000 Quadratmeter müssen laut einem Fachgutachten an anderer Stellen 83.220 Quadratmeter Wald aufgeforstet werden.

Besonders untersucht wurde im Vorfeld erneut eine alte Deponiefläche, die sich zwischen dem Gymnasium und den geplanten Grundstücken erstreckt. Sie ist zwar vom Bebauungsplan erfasst, die Verdachtsfläche soll aber nicht mit Häusern überbaut werden. Der Gutachter empfiehlt zudem für sechs Grundstücke, die der Fläche am nächsten kommen, eine Bauweise ohne Keller, keine Versickerung von Niederschlagswasser sowie keine Förderung von Grundwasser über Haus- und Gartenbrunnen. Das Niederschlagswasser könnte gesammelt und eine Versickerungsmulde im südlichen Brandschutzstreifen eingeleitet werden.

Weitere Themen im Rat sind der erste Nachtragshaushalt 2016, der unter anderem wegen des Flächenankaufs für das Baugebiet sowie des Baus einer Flüchtlingsunterkunft und der Einrichtung einer Linksabbiegerspur auf der Celler Straße in das neue Gewerbegebiet Am Sallohweg notwendig ist. Außerdem muss der Rat den über- und außerplanmäßigen Ausgaben im vergangenen Jahr zustimmen. Und es steht die Vereinbarung zur gemeinsamen Aufnahme von Krediten auf der Tagesordnung.

Beraten wird zudem über zwei Anträge der Unabhängigen Bürger (UB). Geht es nach der Fraktion, soll die Gemeinde alle zwei Jahre einen Neubürgerempfang ausrichten. Auch will die UB jedes Jahr oder in regelmäßigen Abständen Bürger ehren, die sich in besonderer Weise für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Die FDP hat beantragt, am Olen Drallen Hoff einen WLAN-Hotspot einzurichten und so die Attraktivität des kommunalen Gebäudeskomplexes zu erweitern. Vorsorglich hat Verwaltungschef Jörg Warncke im Beschlussvorschlag darauf hingewiesen, dass er bei missbräuchlicher Nutzung des Hotspots haftbar gemacht werden könne. Da es sich auch um strafbare Vorgänge handeln könne, werde er die Verantwortung nicht übernehmen, sondern einen eventuellen positiven Beschluss zur Einrichtung eines Hotspots der Kommunalaufsicht zur Prüfung vorlegen.

Von Joachim Gries