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Lachendorf Lachendorf fördert Bauherren
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorf fördert Bauherren
17:28 08.06.2012
Lachendorf

Wer in der Gemeinde Lachendorf ein Grundstück kauft und ein neues Wohnhaus baut, erhält beim Einsatz regenerativer Energiequellen einen Zuschuss von der Kommune. Das hat der Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Beantragt hatte die Förderung für Bauherren die UB-Fraktion. Und sie hatte auch gleich eine Vorgehensweise vorgeschlagen, die die Verwaltung im Lachendorfer Rathaus nur gering belastet. Erhält der Bauherr beim Einsatz regenerativer Energien in seinem Neubau einen Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), bekommt er auf die im Zuwendungsbescheid ausgewiesene Summe von der Gemeinde einen zusätzlichen Betrag in Höhe von zehn Prozent.

Die UB hatte argumentiert, dass der Einsatz regenerativer Energiequellen gerade bei Neubauten oberste Priorität haben sollte. Auch könnte damit die Vermarktung des Neubaugebiets Südhang vorangetrieben werden.

Gezahlt wird der Zuschuss nicht nur bei Grundstücken, die die Gemeinde verkauft, etwa im Bereich Südhang, sondern für alle Neubauten in Baugebieten in der Gemeinde, also auch zum Beispiel in Gockenholz. Allein im Neubaugebiet Südhang stehen zurzeit rund 45 Grundstücke zum Verkauf. Zur Förderung wird im Haushalt ein Betrag von 2500 Euro bereitgestellt. Gefördert wird zunächst für ein Jahr, ab 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013. Ausgezahlt wird nach dem Windhundprinzip: Wer zuerst beantragt, erhält zuerst den Zuschuss. „Wenn das Kontingent ausgeschöpft ist, muss die Politik neu überlegen“, sagte Gemeindedirektor Jörg Warncke.

Etwa zehn Neubauten entstehen pro Jahr in der Gemeinde. Dafür müsste der jetzt bereitgestellte Betrag ausreichen, denn nach Angaben der UB überschreitet der BAFA-Zuschuss in den seltensten Fällen 2500 Euro.

Der Rat beschloss zudem einstimmig, am Rande des Neubaugebiets Südhang in der Nähe des Ahnsbecker Kreisels der Samtgemeinde Lachendorf kostenlos ein etwa 2500 Quadratmeter großes Grundstück zum Bau einer neuen Kinderkrippe zu überlassen. Einen Zuschuss von 210.000 Euro hat das Land bereits zugesagt. Die Baukosten sind auf rund 900.000 Euro veranschlagt. Für die bisherige Planstraße F im Neubaugebiet wurde vom Rat der Name „Robert-Koch-Weg“ beschlossen.

Von Joachim Gries