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Lachendorf Lachendorf schafft Wohnraum
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorf schafft Wohnraum
18:46 15.04.2016
Insgesamt vier Häuser will die Samtgemeinde Lachendorf für Flüchtlinge bauen, das erste steht im Rohbau. Zudem stehen 16 Mobilheime bereit.  Quelle: Joachim Gries
Lachendorf

Im Juli soll die neue Asylbewerberunterkunft in Beedenbostel fertig sein. In vier Wohnungen in dem zweigeschossigen Gebäude sollen vier Familien unterkommen. Bei Bedarf können aber auch Flüchtlinge in Wohngemeinschaften zusammenleben. Und, das machte Jean Peters vom Bauamt im Lachendorfer Rathaus bei der Begehung deutlich, im Notfall könnten auch erheblich mehr Personen in dem Haus untergebracht werden.

Peters hat das Haus geplant. Jede Wohnung verfügt über einen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile und drei Wohn-/Schlafräumen. Bei akutem Bedarf kann die Kapazität durch Etagenbetten aufgestockt werden, und im Vorraum zur Küche können weitere Kühlschränke installiert werden, falls sich mehrere Parteien die Küche teilen müssen.

Das Haus wurde in Holzrahmenbauweise erstellt, was die Bauzeit erheblich verkürzt. Vorgefertigte Teile wurden per Kran aufgerichtet, ebenso die Geschossdecke aus Massivholz. Das Haus ist voll isoliert, die Fenster werden eine Dreifachverglasung haben, es wird eine Fußbodenheizung installiert. Eine Belüftung sorgt dafür, dass es nicht zu Schimmelbildung kommt, ein Wärmetauscher gewinnt dabei die Raumwärme zurück.

Peters machte deutlich, dass das Haus, dem drei weitere in nahezu unveränderter Ausführung in Lachendorf folgen sollen, nachhaltig gebaut wird. Sie sollen später, wenn die Flüchtlinge anderweitig untergebracht sind, vermietet werden. Dazu lassen sich innen mit Ausnahme der tragenden Innenwände die Grundrisse verändern.

Noch schneller verwirklichen kann die Samtgemeinde die Unterbringung weiterer Flüchtlinge mit dem Kauf von zwölf Mobilheimen. Am Rand von Lachendorf wurde ein provisorischer Stellplatz eingerichtet, bei dem für acht rollende Unterkünfte inzwischen auch die Infrastruktur wie Wasser, Abwasser, Strom und Gas weitgehend installiert ist. In sechs Mobilheimen können bis zu je sechs Personen, in zwei weiteren je vier Personen untergebracht werden.

Beim Kauf der vorübergehenden Unterkünfte kamen Peters die eigenen Camping-Erfahrungen zugute. Für die Mobilheime, die zwischen 2009 und 2013 gebaut wurden, zahlte die Samtgemeinde zwischen 9000 und 16.000 Euro. „Werden sie nicht mehr gebraucht, werden sie wieder verkauft“, sagte Peters. Das gilt auch für vier weitere Mobilheime, die in Lachendorf bereits seit dem vergangenen Jahr von Flüchtlingen bewohnt werden.

Von Joachim Gries