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Lachendorf Lachendorf sucht Lösung für Engpass
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19:03 30.06.2016
Lachendorf

Auslöser der langen Staus sind Autofahrer, die aus Richtung Celle kommen und an der Ampel links in Richtung Ahnsbeck und Hohne abbiegen wollen. Haben sie Gegenverkehr aus Richtung Wiesenstraße, geht gar nichts mehr. Denn vor der Ampel gibt es nur ein kurzes Stück zweispurige Fahrbahn, dann kommt schon die Engstelle Mühlengraben-Brücke. Müssen viele Linksabbieger warten, haben auch Autofahrer, die geradeaus in Richtung Wiesenstraße oder nach rechts in die Oppershäuser Straße fahren wollen, keine Chance.

Bereits vor einem Jahr hatte Charles Sievers (FDP) die Situation moniert, auf Belastung durch Lärm und Abgase hingewiesen und ein neues Verkehrskonzept für Lachendorf gefordert. Er hatte auch veränderte Ampelschaltzeiten gefordert, damit der Verkehr besser fließen könne.

Seit 2014 ist die Lachendorfer Verwaltung wegen der Ampelschaltung an der Hauptkreuzung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Gespräch. Vor etwa 14 Tagen wurde nach der Beobachtung von Verwaltungschef Jörg Warncke die Schaltung auch verändert. Allerdings nicht im Sinne einer wirklichen Entlastung: Jetzt erhielten die Autofahrer, die von der Oppershäuser Straße nach links in die Bahnhofstraße Richtung Heideeck einbiegen, eine verlängerte Grünphase, so seine Beobachtung. Doch die löse nicht das Problem der Linksabbieger auf der Bahnhofstraße mit Ziel Ahnsbeck, Hohne und Gifhorn.

Eine wirkliche Lösung sieht Warncke nur in einer Verbreiterung der Brückenköpfe. Dadurch würde Platz geschaffen für drei längere Aufstellspuren vor der Ampel. Der Geradeausverkehr sowie die Rechtsabbieger könnten dann rechts an den Linksabbiegern vorbeiziehen. Doch wer kommt für die Kosten der Brückenverbreiterungen auf? „Wir haben versucht, das beim Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) reinzukriegen. Da es sich um eine Landesstraße handelt, war das nicht möglich“, sagt Warncke.

Ein Kreisel kann das Problem an dieser Stelle nicht lösen. „Er müsste die Dimension des Kreisels an der Feuerwehr haben“, sagt Warncke, doch dafür fehle schlicht der Platz. Auch bliebe die Frage, ob ein Kreisel hier überhaupt funktioniere, weil es Belastungsgrenzen gebe.

Chancen für die ganz große Lösung, nämlich eine Umgehungsstraße für den Verkehr zwischen Celle Gifhorn an Lachendorf vorbei, sieht Warncke nicht. Die Lachte müsse überquert werden und wegen des Naturschutz- und des FFH-Gebiets sei das sehr problematisch. Erst wenn nachgewiesen sei, dass ein Umbau des Innerorts-Knotens nicht möglich sei, könne das in Erwägung gezogen werden.

„Wir werden weiter das Gespräch mit der Landesstraßenbauverwaltung führen“, kündigt Warncke an. Dann werde er auch mal nachhaken, was es mit den Bewegungsmeldern auf sich hat, die an den Ampeln installiert sind und bei Bedarf reagieren und die Schaltung beeinflussen müssten.

Von Joachim Gries