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Lachendorf Lachendorf will sich durch Waldfonds vor Bebauungsflut schützen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorf will sich durch Waldfonds vor Bebauungsflut schützen
18:49 19.10.2017
Von Audrey-Lynn Struck
In Lachendorf sind immer mehr Wohnbaugebiete geplant – deshalb muss Wald abgeholzt werden. Quelle: Oliver Knoblich
Lachendorf

"Das Geld fließt dann in einen Waldentwicklungsfonds", sagte FDP-Politiker Charles Sievers. Mit den Einnahmen solle die restliche Waldfläche neben den Grundstücken gefördert und weiter entwickelt werden. "Wir wollen den Wald erhalten", so Sievers.

Arne Deecke von der CDU-Fraktion sicherte zu, er werde den Antrag unterstützen. "Viele Anwohner machen sich Sorgen, dass das Baugebiet nur der Anfang ist und der Rest des Waldes dort auch noch wegkommt", sagt Deecke. Mit einem Fonds, auf den bestenfalls nicht die Verwaltung den Daumen hat, könnte auch ein neu gewählter Rat kaum die restliche Waldfläche im Nachhinein zu Bauland erklären.

"Wir sind erst einmal erfreut, dass der Konsens ist, nicht das ganze Gebiet abzuholzen", so Annette Urbanke (UB). Dennoch mache sie sich rechtliche Sorgen. "Der Wald gehört uns noch nicht. Muss die Gemeinde nicht erst einmal das Gebiet von den Landesforsten abkaufen, ehe wir einen Antrag ausformulieren?", fragte Urbanke.

Sievers schlug außerdem vor, dass ein neu zugründender Bürgerverein den Fonds verwalten solle. Über diesen Punkt wurde aber nicht abgestimmt. Schließlich votierte der Ortsrat trotz einiger Bedenken der UB mehrheitlich für den Waldfonds. Die Fraktion der Grünen enthielt sich mit der Begründung: "Waldentwicklung ist gut, aber wir sind generell dagegen, den Wald überhaupt zu kaufen und zu bebauen." Dann bräuchte man auch keinen Waldfonds ... (als)