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Lachendorf Lachendorfer Bürger kämpfen gegen Straßenbeiträge
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorfer Bürger kämpfen gegen Straßenbeiträge
04:58 16.02.2018
Von Simon Ziegler
Mitglieder der Interessengemeinschaft machen sich für eine Abschaffung der Straßenausbaubeiträge in Lachendorf stark. Quelle: Oliver Knoblich
Lachendorf

"Wir wollen dem Rat zeigen, dass es auch hier in Lachendorf Zeit ist, die alte Form der Abrechnung abzuschaffen, denn auch hier werden Bürger nicht selten mit fünfstelligen Summen belastet", sagt Isabell Schöpf von der Interessengemeinschaft "Straßenausbaubeiträge abschaffen". Die Mitglieder der Interessengemeinschaft wohnen in einem Gebiet, in dem in den kommenden Jahren mehrere Straßen saniert werden sollen – unter anderem Rehrkampsweg, Mühlenkamp, Waldweg, Ellernkamp und Fichtenstraße.

Eine Finanzierung über die Grundsteuer sei gerechter, argumentiert Schöpf. Mit dem bisherigen System würden viele Rentner und junge Familien in eine hohe Verschuldung getrieben. In dem Gebiet am Friedhof wohnen Familien, deren Grundstücke teilweise an drei Straßen liegen. Schöpf und ihre Mitstreiter halten das System der Straßenausbaubeiträge für unfair, weil nur die Grundstückseigentümer belastet werden, andere Nutzer nicht. Die Entscheidung des Winser Rates, die Straßenbeiträge abzuschaffen, hat der Interessengemeinschaft Mut gemacht. "Winsen ist Vorreiter und zeigt, dass eine Finanzierung über die Grundsteuern verwaltungstechnisch umsetzbar ist", so Schöpf.

Gesammelt wurden bereits über 400 Unterschriften. Die Initiatoren gehen in Lachendorf von Haustür zu Haustür. Die Unterschriftenliste liegt außerdem im Schuhhaus Wennde aus. "Es gibt nur positive Reaktionen. 99 Prozent der Bürger unterschreiben und finden das ganz klasse", berichtet Schöpf von ihren Erfahrungen. Die Interessengemeinschaft will noch ein paar Wochen Unterschriften sammeln. Die Listen sollen dann Gemeindedirektor Jörg Warncke übergeben werden.

Der hat das Thema ohnehin auf dem Tisch. Am 25. Januar habe der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Lachendorf entschieden, dass ein Rechtsanwalt eingeladen werden soll, der den Ratsmitgliedern Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten vorstellen wird. Danach soll es eine öffentliche Veranstaltung geben.

Aufgrund einer Unterschriftensammlung könne man schlecht Entscheidungen treffen, gibt Warncke zu bedenken. Er spricht sich dafür aus, die Einwohner zu informieren und anschließend auf dieser Grundlage zu befragen. "Dann hätte man einen Fingerzeig, in welche Richtung es gehen soll", so Warncke. Er selbst hält das bisherige System für das sinnvollste. Andererseits ist der Arbeitsaufwand für die Verwaltung beim Steuer-Modell deutlich geringer. In der Samtgemeinde Lachendorf kann jede Mitgliedsgemeinde selbst entscheiden, wie Straßen finanziert werden sollen.

Der Jubiläums-Gottesdienst anlässlich 25 Jahren Kindernothilfe Arbeitskreis Lachendorf findet am morgigen Sonntag um 10 Uhr in der Lachendorfer Kirche "Arche Noah" statt.

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