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Lachendorf Lachendorfer Förderung obsolet
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorfer Förderung obsolet
17:26 18.06.2012
Lachendorf

Eine Förderung beim Einsatz regenerativer Energien in Neubauten durch die Gemeinde Lachendorf wird es nicht geben. „Der Beschluss ist obsolet. Ausführen können wir ihn nicht“, sagte Gemeindedirektor Jörg Warncke. Erst am 4. Juni hatte der Lachendorfer Rat beschlossen, den Zuschuss des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit eigenen Mitteln um zehn Prozent aufzustocken. Seit 2009 fördert das BAFA den Einsatz regenerativer Energien in Neubauten aber nicht mehr.

Beantragt hatte die Förderung durch die Gemeinde die UB-Fraktion im Rat. Der war nicht bewusst, dass sich die Förderkriterien beim BAFA geändert hatten. Im Lachendorfer Rathaus fiel es auf, als ein Mitarbeiter den BAFA-Förderantrag herunterladen wollte. „Leider sind Anlagen in oder auf neu errichteten Gebäuden (Neubauten) grundsätzlich nicht förderfähig. Es sind nur solche Anlagen förderbar, die einem Gebäude dienen, für das bereits vor dem 01. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt bzw. eine Bauanzeige erstattet wurde und das bereits vor dem 01. Januar 2009 über ein Heizungssystem verfügte (Gebäudebestand)“, lautete dort der Hinweis.

Die Ratsmitglieder sind inzwischen informiert. Am 9. Juli soll der Verwaltungsausschuss und eine Woche später der Rat das Thema neu diskutieren. „Einen konkreten Beschlussvorschlag gibt es noch nicht“, sagte Warncke.

„Hoffentlich kriegen die ihr Geld“, hatte Alfons Gieré aus Ahnsbeck gedacht, als er in der CZ vom Beschluss in Lachendorf gelesen hatte. Er selber hatte für sein Haus im Kreuzfeldring 2005 einen Antrag auf Förderung einer Solarkollektoranlage gestellt. Im Februar 2002 hatte der Ahnsbecker Rat die Förderung beschlossen. Gierés Antrag war der erste. Doch am 19. Dezember 2005 entschied der Rat, dass eine Förderung nicht gezahlt und zudem der Förderbeschluss aufgehoben werde. „Der Beschluss war nicht rechtswidrig. Das Vorgehen war vielleicht fragwürdig“, sagt Warncke rückblickend. Inzwischen sei die Angelegenheit verjährt.

Von Joachim Gries