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Lachendorf Lachendorfer Schüler schnuppern ins Handwerk hinein
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorfer Schüler schnuppern ins Handwerk hinein
08:13 28.05.2014
In der Werkstatt der Technischen Ausbildungsstätten GmbH in Celle erwarben die Schüler Grundkenntnisse in der Metallbearbeitung und Farbbeschichtung: Florian Scholdei beim Löten.   Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Lachendorf

In der Mensa des Immanuel-Kant-Gymnasiums steht jetzt eine blaue Solarstation. Das Panel an der Spitze der überdimensionalen Tonne ist auf ein Oberlicht ausgerichtet, in einer Aussparung der Röhre haben bis zu sechs Handys von Schülern Platz. Die Akkus können kostenlosen Strom aus Solarenergie tanken.Entstanden ist die Solarstation während der Osterferien, als sich 13 Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums sowie der Oberschule Lachendorf eine Woche lang bei der Technischen Ausbildungsstätten GmbH (TAS) in Celle mit der praktischen Anwendung erneuerbarer Energien beschäftigten und Fertigkeiten bei der Metallbearbeitung und Farbbeschichtung erwarben.„Wir hoffen, dass die Schüler Zugang zu den MINT-Berufen gefunden haben“, sagte Sabine Mix, bei der Agentur für Arbeit Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz. MINT steht für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Sie hatte vor einem Jahr den Auftrag erhalten, Schüler an alternative Energien heranzuführen. Der Aufruf bereits zu den Herbstferien 2013 verhallte an den Schulen ungehört, deshalb habe man zu den Osterferien gezielt Gymnasium und Oberschule in Lachendorf angesprochen, sagte Andreas Mätzold von der Stiftung Niedersachsenmetall.Mit Handwerk habe man am Gymnasium nichts zu tun, deshalb sei die Woche für ihn ein Erlebnis gewesen, sagte Zehntklässler Florian Scholdei. Seine Mitschülerin Sonja Ahrend lobte das eigenständige Arbeiten, das bei der TAS möglich gewesen sei. Neben der Solarstation bauten die Schüler je zwei Modelle, für Niklas Becker, der zwei Flugzeuge gestaltete, deren Propeller mit Strom aus Solarzellen angetrieben werden, war es die erste Beschäftigung mit dem Werkstoff Metall.Detlef Klebs, Edvins Muhovic und Holger Pramme von der TAS stellten den Schülern gute Zeugnisse aus. Sie seien hoch motiviert gewesen und den Feierabend um 16 Uhr hätten sie einfach verstreichen lassen.5000 Euro hat das von der Stiftung Niedersachsenmetall und der TAS konzipierte Projekt gekostet. Eine Hälfte brachte die Agentur für Arbeit auf, die andere Hälfte sponserten Baker Hughes und die SVO Energie.

Von Joachim Gries