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Lachendorf Lehrer fordern Unterstützung bei Inklusion
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lehrer fordern Unterstützung bei Inklusion
17:45 30.08.2018
Von Christopher Menge
Lehrreich: Beim Sportfest der Oberschule Lachendorf machen die Schüler Erfahrungen im Rollstuhl-Parcours. Quelle: Christopher Menge
Lachendorf

LACHENDORF. Nur mit Mühe kommt Lisa Bornheber durch den Rollstuhl-Parcours. "Ich kann jetzt schon nicht mehr", sagt die 14-Jährige lachend. Im Rollstuhl zu sitzen, sei ein komisches Gefühl, das Fortkommen schwierig. "Das war sehr lehrreich", ergänzt der 16-jährige Dennis Bertram. "Man weiß jetzt, wie sich diejenigen fühlen, die im Rollstuhl sitzen." Beim von der Oberschule und dem TuS Lachendorf organisierten Sportfest im Lachte-Stadion machten die Schüler am Donnerstag diese besondere Erfahrung. Der Sport-Fachleiter Nils Bürgel wies aber auf ein anderes Problem hin. Bei der Inklusion fehlt es an Unterstützung.

"Einen Rollstuhlfahrer zu integrieren, ist kein Problem. Da kommen einem Sportlehrer sofort 15 Ideen", sagte Bürgel. Doch die Lehrer stehen vor einer anderen ganz großen Herausforderung – Beeinträchtigungen, die man nicht sehen kann. "Unter unseren 730 Schülern haben wir ein körperlich beeinträchtigtes Kind, aber ungefähr 50 Inklusionskinder mit Defiziten im sozial-emotionalen Bereich", berichtete Bürgel. Eine Gymnastikkeule kann im Sportunterricht schnell zum Schlagstock werden.

"Wir brauchen Sozialpädagogen für den Bereich Sport", sagte Bürgel. "Wir stellen uns der Herausforderung, aber wir wünschen uns mehr Unterstützung", sagte der Sportlehrer. Sportreferentin Katja Koch vom Kreissportbund (KSB) Celle pflichtete ihm bei. Auch die gewünschte Zusammenarbeit von Schule und Verein werde durch diese Problematik erschwert. Schließlich kennen sich die meisten Übungsleiter nicht mit den Verhaltensweisen der sozial-emotional beeinträchtigten Schüler aus.

Der KSB unterstützte die Veranstaltung wie auch die Polizei Celle. Verkehrssicherheitsberater Karsten Wiechmann hatte gemeinsam mit Schülern einen Parcours aufgebaut, durch den die Kinder und Jugendlichen mit einem Kettcar fuhren. Dabei hatten sie einen Taschenrechner in der Hand und sollten Zahlen, die auf Schildern am Streckenrand standen, addieren. Richtige Ergebnisse konnte keiner im Ziel präsentieren.

"Eine Nachricht schreiben und gleichzeitig aufmerksam am Straßenverkehr teilnehmen, das geht nicht", erklärte Wiechmann die Aktion "Tippen tötet". "Durch die Benutzung von Handys sterben Menschen." Da die Schüler mit dem Fahrrad unterwegs sind, ergebe es Sinn, den Kindern und Jugendlichen das Thema nahezubringen.

Bürgel räumte während des Sportfestes auch noch mit einem Vorurteil auf. "Es stimmt nicht, dass die Jugend immer unsportlicher wird", sagte der Lehrer. "Aber die Schere geht weiter auseinander. Wir haben Schüler, die in hohen Ligen Fußball oder Handball spielen, aber auch immer mehr, die sich gar nicht bewegen." Daher sei das Sportfest eine wichtige Veranstaltung.

Sechs Kilometer in einer Stunde müssen die Teilnehmer des Leistungsmarsches der Reservistenkameradschaft Lachtetal zurücklegen. Das Ziel: Kampffähig wieder am Ausgangspunkt ankommen. Der Haken an der Sache: Im Gepäck hat jeder Teilnehmer mindestens 15 Kilogramm dabei.

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"Ihr seid ja noch mehr als im letzten Jahr", freut sich der Musiker Pase, der beim "Home of Madness"-Festival als Lachendorfer Künstler die Umbauphase zwischen den Acts überbrücken darf. Pase hat von der Bühne aus den besten Überblick über das Partyvolk. Über 1.000 Besucher strömten im vergangenen Jahr zur dem Festival, an diesem Samstag konnte die Marke noch einmal deutlich überboten werden.

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"In diesem Jahr haben wir den Schwerpunkt auf Teambildung gelegt", sagt Charles Sievers, Erfinder der Lachendorfer Summer School.

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