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Lachendorf Neue Krippe in Lachendorf eröffnet
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Neue Krippe in Lachendorf eröffnet
09:52 06.02.2014
Lachendorf

Einen Zirkus können die Kleinsten für sich erobern, die in der neusten Lachendorfer Krippe betreut werden. Der Eingangsbereich ist wie ein Zelt gestaltet. Hier gibt es eine Manege, die derzeit zum Spielen mit Papierstreifen einlädt. „Die Garderobenfächer erinnern mit etwas Fantasie an die Zuschauerränge im Zirkus“, so Jean Peters, der das rund 900.000 Euro teure Objekt geplant hat. Das Zelt wird durch Stoffbahnen und Volants angedeutet, und eine Beleuchtung, deren Farben variieren, krönt das Ganze. Musik gehört zum Zirkus, und deshalb hat ein Künstler Instrumente über die Eingangstür gemalt, und die auf den Tagesablauf abgestimmte Musik kommt noch dazu.

Rund um die Manege sind Büro- und Funktionsräume sowie zwei Gruppenräume angeordnet. Dort stehen die Zirkuswagen, in denen sich (teilweise) das Leben in der Krippe abspielt: Die bunt bemalten Wagen laden zum Klettern ein, die Kleinsten können sich dorthin zurückziehen und ausruhen. Trotzdem bleibt im 330 Quadratmeter großen Neubau viel Freifläche zum Spielen. Und da die Kleinsten gerne auf dem Fußboden spielen, sorgen Wand- und Fußbodenheizung für behagliche Wärme. Und wenn es im Sommer draußen richtig heiß ist, kann mit Hilfe der Erdwärmepumpe die Krippe um zehn Grad gekühlt werden. „Wir sind bemüht, den Energiebedarf möglichst gering zu halten“, erläutert Peters. Deshalb gibt es Erdwärmepumpen und Solarzellen, die die Krippe neben dem öffentlichen Stromnetz mit Energie versorgen.

Die Ruheräume sind natürlich mit einem Zirkuswagen ausgestattet. Sie werden multifunktional genutzt: zum Schlafen, Spielen, Klettern oder als Rückzugsraum für Zwischendurch. Damit die Erzieherinnen alles im Blick haben, wird großen Wert auf Transparenz gelegt. Viele Fenster ermöglichen Durchblicke, beispielsweise vom Wickel- in den Gruppenraum oder vom Hauswirtschaftsbereich in den Flur.

Feinheiten wie Türen mit Fingerschutzzagen, die ein Einquetschen der kleinen Finger in der Tür verhindern, erleichtern das Leben. Ein Atelier gehört in der Krippe des Neubaugebietes Südhang dazu. Dort können die Kinder mit Fingerfarben malen oder mit Seifenschaum spielen. Bodenabfluss und Wasseranschluss ermöglichen die schnelle Reinigung des Bereiches. Und aus der Manege im Eingangsbereich kann schnell ein Bewegungsraum werden, denn die Bänke zum An- und Ausziehen der Kleinen lassen sich auch zum Balancieren nutzen.

Im Mai vergangenen Jahres haben die Handwerker mit der Arbeit begonnen. Dabei musste auch improvisiert werden, denn Wasser- oder Stromanschlüsse fehlten noch bei der ersten Baumaßnahme im neuen Abschnitt des Baugebietes. „Das Wasser für die Maurer wurde in großen Containern angeliefert“, erinnert sich Peters.

Trotzdem wurde der Neubau punktgenau fertig und die Kleinen konnten am Montag mit ihren Müttern oder Vätern in die Eingewöhnungsphase starten. Die Kinder fühlten sich sofort in ihrer Krippe wohl und den Eltern gefällt die schöne Atmosphäre ebenfalls. Bald gibt es aus den bodenhohen Fenstern viel zu sehen, denn gleich nebenan wird das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut. „Wer weiß, vielleicht wird das eine oder andere Krippenkind dann später ein Feuerwehrmann“, meint Peters.

Karin Dröse

Von Droese Karin