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Lachendorf Ortskern ist 2017 Schwerpunkt in Lachendorf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Ortskern ist 2017 Schwerpunkt in Lachendorf
19:20 13.01.2017
Bürgermeister Hartmut Ostermann auf dem Lärmschutzwall für das neue Lachendorfer Baugebietes, das neben dem Immanuel-Kant-Gymnasium erschlossen wird. Quelle: Alex Sorokin
Lachendorf

Er macht das daran fest, dass Lachendorf dieses Jahr im Haushalt 20.000 Euro für Planungskosten für ein Gründerzentrum vorgesehen hat. Ostermann stellt sich vor, dass in nicht allzu ferner Zukunft junge Unternehmen beim Start unterstützt werden sollen. Dafür sollen multifunktional ausgestattete Räume zur Verfügung stehen, die unter anderem auch über eine schnelle Internet-Anbindung verfügen.

„Wir müssen das ja nicht neu erfinden, das gibt es ja schon“, sagt Ostermann und kündigt an, dass man sich bestehende Zentren anschauen werde. Die Planung solle dann Auskunft darüber geben, was ein entsprechendes Gebäude kosten wird. Ein Grundstück würde die Gemeinde zur Verfügung stellen, vielleicht im neuen Gewerbegebiet unweit des Heideecks, vielleicht auch in der Nähe der Feuerwehr. Ostermann ist überzeugt, dass auch für Start-up-Unternehmen der Standort Lachendorf noch attraktiver wird, wenn die Celler Ostumgehung vollendet ist.

Die Lösung des Verkehrsproblems im Ortskern ist für Lachendorfs Bürgermeister das Schwepunktthema, das in diesem Jahr mit voller Kraft angegangen werden müsse. Eine veränderte Ampelschaltung an der Hauptkreuzung Bahnhofstraße/Oppershäuser Straße/Ahnsbecker Straße allein werde nicht die Lösung sein. Ob eine Brückenverbreiterung über Lachte und Mühlenkanal hilft oder ob eine komplett andere Verkehrsführung verwirklicht werden müsse, könne zum Beispiel Thema einer Bachelor-Arbeit an der Fachhochschule Hildesheim sein.

Im Frühjahr soll den Gremien eine Planung für den Bereich Ortskern, Rathaus und Rehrkamp vorgestellt werden. Daraus soll dann die Planung für den Ausbau des Rehrkamps entwickelt werden. Die Bauarbeiten sind dann für das Jahr 2018 vorgesehen. Bereits in diesem Jahr soll im dritten Bauabschnitt des Baugebietes Südhang der Endausbau der Straßen erfolgen. Und ebenfalls in diesem Jahr soll die Vermarktung des Neubaugebiets am Immanuel-Kant-Gymnasium erfolgen. Hier laufen die Erschließungsarbeiten für die 80 Grundstücke mit Hochdruck.

Was weitere Baugebiete in Lachendorf angeht, da setzt Ostermann auf konstruktive Gespräche unter Beteiligung der Bürger. „Populismus gehört nicht zu den Säulen der Dorfentwicklung“, lautet sein Credo. Ab 2018 hat die Gemeinde für drei Jahre jeweils eine Million Euro für den Kauf von Bauland vorgesehen. Der Wald zwischen Wiesenstraße und Baugebiet Südhang sei dabei nur eine Option von mehreren. Bei Gewerbegrundstücken sieht der Bürgermeister noch keine konkreten Engpässe. Am Gockenholzer Weg gäbe es auch Erweiterungsmöglichkeiten, wenngleich die Anbindung an die Landesstraße 282 mit Schwierigkeiten verbunden sei.

Eine konkrete Vision schwebt Ostermann vor Augen, wenn es um die Frage geht, wie vor allem ältere Mitbürger auch aus den Lachendorfer Ortsteilen zum Einkaufen oder zum Arzt ins Zentrum kommen. Ein führerloser Robo-Shuttle, wie er kürzlich in Mannheim vorgestellt wurde, könne wegen des geringeren Verkehrs in Lachendorf sicherlich noch problemloser unterwegs sein. Bei Tempo 7 bis 10 könne das autonome Kleinfahrzeug stündlich seine Runden drehen. „Vielleicht können wir da mit VW eine Kooperation eingehen“, sagt Ostermann. Diese Vision wird aber sicherlich nicht mehr 2017 Realität.

Von Joachim Gries