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Lachendorf Samtgemeinde Lachendorf nimmt Kinderbetreuung unter die Lupe
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Samtgemeinde Lachendorf nimmt Kinderbetreuung unter die Lupe
17:05 19.12.2017
Wohin steuert die Kinderbetreuung in der Samtgemeinde Lachendorf? Aufschluss darüber soll eine Bedarfsanalyse bringen. Zurzeit gibt es in der Samtgemeinde zehn Betreuungseinrichtungen für Kinder. Quelle: Monika Skolimowska
Lachendorf

Die Geburtenzahlen haben sich laut Thölke positiv entwickelt, außerdem ziehen Familien in die Samtgemeinde Lachendorf, sodass es Handlungsbedarf gebe. "Wir brauchen eine verlässliche Planung", sagt der SPD-Ratsherr. Dazu sei es wichtig festzuhalten, was finanziell, personell und baulich im Bereich der Kinderbetreuung benötigt wird. Der Bedarfsplan soll einen Zeitraum von etwa fünf Jahren erfassen und auf Basis aktueller Zahlen des Frühjahrs 2018 erstellt werden. Auch die Situation der Tagesmütter soll in die Analyse einfließen.

Nicht nur die Entwicklung innerhalb der Samtgemeinde macht in Thölkes Augen einen Rahmenplan notwendig. Auch die niedersächsische Landespolitik zwingt die Kommunen zum Handeln: In ihrem Koalitionsvertrag für eine neue Regierung haben sich SPD und CDU jüngst darauf verständigt, ab August 2018 komplett auf die Kita-Gebühren zu verzichten. Details blieben zunächst offen.

Thölke begrüßt diesen Schritt. Er weist aber auch darauf hin, dass der Elternbeitrag in der Samtgemeinde ohnehin auf einem niedrigen Niveau von 11 bis 17 Prozent der Gesamtkosten liege. Sollten die Kita-Gebühren komplett abgeschafft werden, erwartet Thölke, dass die Kindertagesstätten mehr Platz und Personal benötigen dürften. "Die Kosten dafür dürfen nicht auf die Kommunen abgewälzt werden", mahnt er.

Zehn Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es in der Samtgemeinde Lachendorf, davon befindet sich eine in der Trägerschaft des DRK. Drei davon sind Krippen, eine in Hohne und zwei in Lachendorf. In Ahnsbeck, Eldingen und Beedenbostel sind Krippengruppen an die Kindergärten angegliedert.

Die gemeinschaftliche Bedarfsanalyse soll mögliches Konkurrenzdenken der Gemeinden eindämmen, nennt Thölke als weiteren Vorteil. Darüber hinaus sei es mit dieser Leitlinie einfacher, Förderanträge bei Kreis und Land rechtzeitig zu stellen. Trotz aller Planung dürfe eines nicht verloren gehen: "Wir müssen weiterhin Flexibilität beweisen."

Von Amelie Thiemann