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Lachendorf Stühlerücken vor dem Feuerwehrdienst
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Stühlerücken vor dem Feuerwehrdienst
11:18 28.02.2014
Dieter Mohr, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Gockenholz Quelle: Karin Dröse
Gockenholz

Wie kamen Sie zur Feuerwehr?

Mit 16 Jahren bin ich mit ein paar Freunden in die Feuerwehr eingetreten. Vorher war ich beim Roten Kreuz in Ahnsbeck. Ich komme aus einer Feuerwehrfamilie. Mein Vater war dabei, ebenso meine beiden älteren Brüder, mein Neffe und zeitweise meine Frau.

Worin zeigt sich der Einsatz für die Dorfgemeinschaft?

Die Feuerwehr organisiert zwei Veranstaltungen. Am 19. April findet wieder das Osterfeuer statt. Treffpunkt ist das Feuerwehrhaus. Dort bekommen die Kinder Fackeln, die auf dem Weg zum Festplatz angesteckt werden. Dann dürfen die Kinder das Osterfeuer anstecken. Bei Brause, Bier und Bratwurst kommen die Gockenholzer miteinander ins Gespräch. Zuvor sammelt die Feuerwehr Strauchschnitt.

Und die zweite Veranstaltung?

Von der Interessengemeinschaft Dorfgemeinschaftshaus hat die Feuerwehr das Maibaumaufstellen übernommen. In diesem Jahr ist es verbunden mit einem Tanz in den Mai. Alle treffen sich am Feuerwehrgerätehaus in der Dorfstraße.

Welche Folgen hat es, dass es das Dorfgemeinschaftshaus nicht mehr gibt?

Wir haben dort unsere Theoriedienste und Versammlungen abgehalten. Wenn sich unsere Feuerwehr zum Dienst treffen, nutzen wir unser Gerätehaus. Das Fahrzeug wird herausgefahren und Stühle aufgestellt. Einen Beamer können wir von der Samtgemeinde leihen. Trotz der räumlichen Enge ist die Beteiligung an den Dienstabenden immer gut. Im Dorfgemeinschaftshaus hat sich auch die Skatrunde, die Sänger oder der Handarbeitskreis getroffen. Neue Räume sind nicht in Sicht, und so müssen wir auf das Dorfgasthaus ausweichen.

Viele Mitglieder arbeiten nicht in Gockenholz. Wie stellen Sie die Einsatzbereitschaft sicher?

Wir gehören zum zweiten Zug der Samtgemeinde und rücken im Ernstfall mit den Wehren Ahnsbeck und Beedenbostel aus.

Wie beurteilen Sie die Zukunft der Feuerwehr in Gockenholz?

Wir sind gut aufgestellt und haben 24 Aktive. Drei Jugendliche werden derzeit bei den Wehren in Lachendorf und Beedenbostel ausgebildet, die dann hoffentlich zu uns kommen werden. Acht Kameraden sind Atemschutzgeräteträger. Wir sind eine junge Wehr. 15 Mitglieder sind unter 30 Jahre alt. Deshalb ist mir um die Zukunft der Feuerwehr nicht bange.

Hat die Feuerwehr Gockenholz etwas Besonderes?

Ja, wir haben unser eigenes Lied, das wir bei Versammlungen und Festen singen. „Das Lied der Freiwilligen Feuerwehr Gockenholz“ geht auf eine Idee des Kameraden Frank Tschöltsch zurück. Das Original war einige Zeit verschollen, denn man hatte es 1959 auf Heinz-Hermann Misselhorns Hof in einer Flasche in der Zisterne versenkt. Erst nach Jahren wurde das Notenblatt beim Abbau der Zisterne wieder gefunden. Es ist in der Chronik abgedruckt.

Bleibt Ihnen neben Beruf, Familie und Ehrenamt noch Zeit für ein Hobby?

Viel Zeit bleibt nicht. Allerdings haben wir seit 2006 unseren Hund „Lucky“, dem wir manchen Spaziergang verdanken. Karin Dröse

Von Droese Karin