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Lachendorf Verführerischer Duft dank Beeren in Lachendorf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Verführerischer Duft dank Beeren in Lachendorf
18:39 09.07.2017
Lachendorf

Im Olen Drallen Hoff herrschte bereits um 12.30 Uhr Ausnahmezustand. Viele Besucher hatten das Mittagessen einfach ausfallen lassen und fanden sich nun zum vorgezogenen Kaffeeklatsch im „Beerencafé“ der Landfrauen ein. Wenn die backen, ist die Nachfrage bekanntermaßen immer groß. So leckere Torten in solch großer Auswahl bekommt man nun mal nicht alle Tage. Fast 200 Mitglieder zählen die Lachendorfer Landfrauen, und die hatten in weiser Voraussicht reichlich Torten produziert. Geplant waren eigentlich 80, auch schon eine stolze Zahl, doch letztendlich waren es mehr als 100. Und selbst die waren schon lange vor 17 Uhr, dem offiziellen Ende des Beerenfestes, ausverkauft.

Unterstützung bekam das Team um Ingrid Alps, die Vorsitzende der Landfrauen, übrigens von drei Syrerinnen, die ebenfalls tüchtig mit anpackten. Diese Kooperation war mithilfe der Integrationsbeauftragten Suzan Yilmaz zustande gekommen. "Wir haben die Frauen eingeladen, bei uns mitzumachen. Dabei geht es nicht darum, dass sie für uns die Arbeit erledigen", erklärte Alms. "Vielmehr möchten wir ihnen Mut zu selbstständigen Entscheidungen vermitteln, ihnen zeigen, wie viel Power in uns Frauen steckt. Und vielleicht ergibt sich daraus ja sogar das eine oder andere Jobangebot."

Allerdings fanden nicht nur die Torten der Landfrauen im Dorfgemeinschaftshaus reißenden Absatz. Vor dem Olen Drallen Hoff hatte Gerd Micheel vom Küchenstudio eine Backstation installiert, in der er mit Unterstützung seiner Schwester Marlies Unmengen von Beerencrumble produzierte. Die ofenfrische Köstlichkeit wurde dann gegen eine Spende – mit einem ordentlichen Klacks Zimtsahne versehen – an diejenigen abgegeben, die dem verführerischen Duft folgend den Weg zu seinem Stand gefunden hatten. Ein himmlischer Genuss ... Und so wanderten viele Münzen und auch der eine oder andere Schein in das große Glas, in dem die Spenden, die dem Kindergarten Maulwurfshügel zugutekommen sollen, gesammelt wurden.

Marlis Crocoll war mit Bekannten unterwegs und machte Pause im Bulloh. „Im Dorf war es ja sehr schön und die Musik war auch toll, aber hier ist es nicht so trubelig und eher gemütlich. Da kann man auch mal in aller Ruhe sitzen, eine Kleinigkeit essen und Leute gucken“, befand sie. Familie Mengershausen ist erst im vergangenen Jahr nach Lachendorf gezogen und fühlt sich dort sehr wohl. „Wir vermissen hier wirklich nichts“, waren sich alle drei einig. Heike und Detlef Kautz kommen aus Munster und unternahmen bei dem Traumwetter eine Motorradtour und kamen zufällig vorbei. „Da bot sich eine Pause auf dem Beerenfest natürlich an.“

Auch Wilhelm Alps vom gleichnamigen Beerenhof war hochzufrieden mit dem Verlauf des Festes: "Es ist nicht zu heiß und nicht zu kalt, was will man mehr. Auch in unserem neu eröffneten Café auf der Obstplantage ist die Hölle los", freute er sich.

Von Kirsten Glatzer