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Lachendorf Wahl in Samtgemeinde: Ungleiches Duell in Lachendorf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Wahl in Samtgemeinde: Ungleiches Duell in Lachendorf
19:47 05.03.2015
Von Simon Ziegler
Fotos von den Plakaten der beiden Kandidaten der SG-Bürgermeisterwahl in Lachendorf Quelle: Alex Sorokin
Lachendorf

Von Wahlkampf kann auch in den letzten Tagen vor der Wahl zum Samtgemeindebürgermeister in Lachendorf keine Rede sein. Die beiden Kandidaten haben plakatiert und Flyer verteilt, das ja, aber Veranstaltungen, Stände auf der Straße oder Haustür-Besuche sind nicht mehr geplant.

Jörg Warncke, der langjährige Chef im Rathaus, geht als haushoher Favorit gegen die Erzieherin Bettina Jaros, ein politisch völlig unbeschriebenes Blatt, ins Rennen. Trotzdem gibt er sich wenige Tage vor dem Urnengang keineswegs entspannt. „Natürlich ist man vor einer Wahl nervös“, sagt er. Über das mögliche Ergebnis will er nicht spekulieren: „Ich wünsche mir, dass ich die Wahl gewinne.“

Von großer Unzufriedenheit mit seinem Führungsstil oder Wechselstimmung ist in Lachendorf jedenfalls nichts bekannt. Im Gegenteil - die Samtgemeinde steht im Vergleich mit anderen Kommunen bestens da: Bei Infrastruktur, Bauland oder Schulversorgung dürfte manch Bürgermeister-Kollege neidisch nach Lachendorf blicken. Auch die Unterstützung aus der Politik – CDU, SPD und Ulrich Kaiser (UL) hatten sich für Warncke ausgesprochen – spricht Bände. FDP und UB hatten keine Wahlempfehlung abgegeben.

Bettina Jaros hat einen anderen Eindruck gewonnen, behauptet sie. Als sie Unterschriften für die Kandidatur sammelte, hätten viele ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Sie will die ins Boot holen, die mit Politik nichts zu tun haben, sagt sie. Jaros hatte erklärt, am Sonntag mit 20 Prozent der Stimmen zu rechnen. Das sei aber keinesfalls so gemeint gewesen, dass sie selbst mit einer Niederlage rechne. „Ich hoffe natürlich, dass ich gewinne.“ Sie will am Sonntag jedes einzelne Wahllokal besuchen.

Kann für Warncke am Sonntag etwas schiefgehen? Die große Unbekannte ist die Wahlbeteiligung. Bei der vergangenen Wahl hatten knapp 45 Prozent ihr Kreuzchen gemacht. Doch der Wahltermin an diesem Sonntag fernab irgendeiner anderen Abstimmung macht eine Prognose schwierig. Wahlleiterin Uta Lüßmann sagte, dass bis Donnerstagmorgen genau 400 Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben. Das sind mehr als das letzte Mal, als 361 per Briefwahl wählten.

In 16 Wahlbezirken können von 8 bis 18 Uhr 10.376 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Auch 16- und 17-Jährige dürfen an die Urne treten.