Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lachendorf Windenergie erneut Thema in Lachendorf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Windenergie erneut Thema in Lachendorf
17:14 01.06.2012
Lachendorf

Werden in der Samtgemeinde Lachendorf weitere Windkraftanlagen gebaut? Um diese Frage geht es in der Sitzung des Rates der Samtgemeinde Lachendorf am Dienstag, 5. Juni, um 20 Uhr im Gasthaus Bangemann in Bargfeld. Auf der Tagesordnung steht die Beratung über die Einleitung eines Änderungsverfahrens zum Flächennutzungsplan. Die Ausweisung weiterer Vorranggebiete für Windkraft ist Voraussetzung, dass sich weitere Rotoren dafür drehen können.

Beantragt haben die Sitzung mit dem Tagesordnungspunkt die FDP-Ratsherren Charles M. Sievers und Otto Scholz. Sie waren - wie andere Ratsmitglieder - unzufrieden, dass der Samtgemeindeausschuss (SGA) in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 19. März die Einleitung eines Änderungsverfahren für den F-Plan abgelehnt hatte. „Viele waren damit nicht einverstanden. Das gehört in die Öffentlichkeit“, sagt Sievers. Ulrich Kaiser, Bürgermeister in Ahnsbeck und UL-Mitglied im Samtgemeinderat, hatte den SGA-Beschluss von der Kommunalaufsicht beim Landkreis Celle überprüfen lassen, da er der Meinung war, dass nur der Samtgemeinderat einen entsprechenden Beschluss hätte fassen können. Bestätigt worden war von den Celler Experten die Rechtsauffassung von Lachendorfs Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke, dass mit dem SGA das richtige Organ entschieden habe.

Sievers möchte mehr als die Wiederholung der Ablehnung eines Flächennutzungsplan-Änderungsverfahrens in öffentlicher Sitzung, er möchte eine offene Diskussion über den Ausbau der Windenergie in der Samtgemeinde. „Mehr Windkraftanlagen werden zu größerer Geräuschentwicklung führen. Darunter wird die Bevölkerung leiden“, räumt der FDP-Fraktionsvorsitzende ein. Bestimmte Gebiete seien schon bestückt, in bestimmten Gebieten seien noch Anlagen denkbar. Und bei Investoren wie Landwirten gäbe es Interesse an weiteren Anlagen. „Wir müssen offen darüber sprechen. Wie wir auch über die Vermaisung als Folge der Biogasanlagen sprechen müssen“, so Sievers.

„Es gibt Befürworter und es gibt Gegner weiterer Windkraftanlagen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Ostermann. In seiner Fraktion sei die Abstimmung am Dienstag freigegeben worden. Sollten weitere Anlagen gebaut werden, müsse man über die Abstandgrenzen sprechen.

Die SPD in der Samtgemeinde hatte bereits klargemacht, dass sie jetzt über die Entwicklung der Windkraft sprechen und nicht bis 2015 auf das Raumordnungsprogramm des Landkreises warten möchte. Vorstellbar ist für sie eine Erweiterung des Windparks Schmarloh nach Norden und Westen. Dort, bei Ahnsbeck und Eldingen, gibt es auch interessierte Investoren.

Von Joachim Gries