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Lachendorf Zufallsfund in Lachendorf: Flaschenpost in Kirchenmauer
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Zufallsfund in Lachendorf: Flaschenpost in Kirchenmauer
23:37 18.02.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: David Borghoff
Lachendorf

Doch auch im wahren Leben gibt es bisweilen noch unvorhergesehene Verstrickungen der Ereignisse. In Lachendorf fing alles mit einem schadhaften Stein an der Kirchenmauer an, der zu einem unerwarteten Fund führte.

2016 wurde der Turm der 1905 gebauten Kirche der Christusgemeinde Lachendorf saniert, anschließend war das Mauerwerk rund um das Kirchenschiff an der Reihe. Vor drei Tagen machte dann ein Maurer eine unerwartete Entdeckung. Als er einen Stein heraus schlug, stieß er auf einen Hohlraum. Darin war eine grüne Glasflasche. "Der Mann kam dann zu mir. Er war sich nicht sicher, ob das ein Witz von den damaligen Handwerkern war", erzählt Pastor Bernhard Mader. Doch es war kein Scherz. Stattdessen entdeckte Mader im Inneren der Flasche über hundert Jahre alte Dokumente: Ein Vermächtnis der damaligen Gemeindemitglieder und des Pastors. Neben zwei kleinen, gedruckten Heftchen – die Gemeindeordnung von 1899 und die Verfassung der Synode der evangelisch-lutherischen Hermannsburger Freikirche – war auch eine Liste der Gemeindemitglieder von 1906 beigelegt.

Einige der Namen sind keine Unbekannten, sondern Vorfahren noch heute ansässiger Lachendorfer. "Als ich die Flasche am Donnerstag dann im Seniorenkreis zeigte, waren alle ganz aufgeregt. Dann hieß es auch: Das ist doch der und der und der Urgroßvater von dem und dem", erzählt der Pastor schmunzelnd.

Nur einer blieb ganz cool: Wilhelm Warnecke. Das zweitälteste Gemeindemitglied hatte vor über 40 Jahren schon einmal von dem eingemauerten Vermächtnis gehört. "Ein Bekannter erzählte mir, dass sein Vater ihn damals mit einem Gegenstand zur Kirche geschickt habe, der dann dort vermauert werden sollte", sagt Warnecke. Dass es sich dabei um eine Flasche mit Dokumenten handelte, das wusste er nicht. "Der Fund ist was ganz Besonderes. Er ist ein Aufbruch, sich mit alten Dingen wieder ganz neu zu beschäftigen", so der 86-Jährige.

Vor allem der beigelegte Brief des damaligen Pastors stieß bei allen Gemeindemitgliedern auf reges Interesse. "In dem Text begründet er, warum es in Lachendorf eine eigenständige Gemeinde gibt und warum hier eine Kirche gebaut wurde", sagt Mader. Momentan werde der ganze Brief – der in Sütterlin geschrieben wurde – von einem Gemeindemitglied aus dem Seniorenkreis in lateinische Buchstaben transkribiert.

Die Dokumente sollen danach keinesfalls in das Kirchen-Archiv oder ein Museum kommen. "Die werden wir in eine Kupferrohr-Konservendose packen und wieder einmauern", verrät der Pastor. Außerdem werden sie eine Abschrift des Briefes von 1905 in lateinischer Schrift sowie einige eigene Dokumente dazu legen. Neben einer aktuellen Gemeindeordnung und Gemeindemitgliederliste wird dann auch eine Zeitung eingemauert werden. "Natürlich wird das die Ausgabe mit dem Artikel über unseren Fund sein", sagt Mader.

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