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Adelheidsdorf Anlieger hoffen auf Kreisel-Bau in Adelheidsdorf
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14:21 08.03.2017
Von Simon Ziegler
Adelheidsdorf

Doch die Adelheidsdorfer Bürgermeisterin Susanne Führer und ihr Allgemeiner Vertreter Wolfgang Grube halten am Rundverkehr fest. "Der Kreisel ist das Mittel der Wahl", sagt Grube, obwohl eine Linksabbiegespur auf der früheren Bundesstraße deutlich günstiger wäre.

Die Verwaltung hat jetzt beide Varianten gegenüber gestellt. Führer betont, dass nicht nur der Kreisel, sondern auch die Linksabbiegespur teurer wäre als ursprünglich vorgesehen. Das Bodenmaterial im Untergrund ist belastet und muss für viel Geld entsorgt werden. Nach heutigem Stand kostet die Abbiegespur 577.400 Euro. Davon müssten 90 Prozent die Anlieger zahlen. Der Kreisel wird mit 743.590 Euro veranschlagt. Es fließen Fördermittel über 189.000 Euro. Die restlichen 554.590 Euro zahlt die Gemeinde. Die Anlieger zahlen nichts. Warum das so ist, erläutert Grube: "Eine Abbiegespur würde nur das Baugebiet anschließen. Deshalb müssen in dem Fall die Anlieger zahlen." Dass beim Kreisel die vierte Ausfahrt – die anfangs nicht vorgesehen war – nur deshalb geplant wurde, um den Rundverkehr durchzusetzen, bestreitet die Verwaltungsspitze. Die vierte Spur sei eine Anregung des Landkreises Celle gewesen.

Dennoch sind längst nicht alle von den Plänen überzeugt, die Kritik hält an. Ratsherr Matthias Blazek (Grüne) hat den "Eindruck, dass alles schöngerechnet wird". Die Argumentation der Verwaltung, wonach der Quadratmeterpreis der künftigen Baugrundstücke von 65 auf 95 Euro hochgesetzt wurde, um den Kreisel zu finanzieren, sei ihm völlig neu. Das habe bei der Festlegung des Preises überhaupt keine Rolle gespielt, sagt er. Blazek fordert, die Kreiselplanungen einzustampfen und komplett neu zu planen.

Die Politik hatte der Verwaltung den Auftrag gegeben, alle denkbaren Alternativen zu prüfen. Das beinhaltet auch eine mögliche Anbindung des Baugebietes über Schulstraße und Waldstraße oder über Trift und Waldstraße. Doch auch das dürfte kostspielig werden, gibt Grube zu bedenken. Der Gemeinderat wird sich in einigen Wochen wieder mit dem Thema befassen, Ausgang offen.