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Adelheidsdorf Autozulieferer schafft neue Jobs
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16:53 03.09.2018
Von Simon Ziegler
Früher Stankiewicz, heute Auria: Der Autozulieferer will eine neue Halle bauen. Quelle: David Borghoff
Adelheidsdorf

Die Zeichen stehen auf Expansion: Der Adelheidsdorfer Autozulieferer Auria Solutions will am Standort im Celler Südkreis bis zu 40 neue Arbeitsplätze schaffen. "Wir haben einen zusätzlichen Auftrag gewonnen", sagte Werksleiter Jan Borkowski am Rande des Familientags am Sonntag. Auftraggeber ist Mercedes. Die Adelheidsdorfer sollen für die neue C-Klasse des Herstellers Fahrzeugteile für die Isolation des Passagierraums liefern.

Um den Auftrag, der eine Fahrzeug-Generation umfasst, ausüben zu können, will das ehemalige Stankiewicz- und IAC-Werk eine neue Halle mit einer Fläche von 9000 Quadratmetern bauen. Diese soll im nördlichen Teil des Geländes in der Nähe der dortigen Biogasanlage errichtet werden. Der Autozulieferer ist in Gesprächen mit dem Landkreis Celle und der Samtgemeinde Wathlingen, um die Genehmigung für den Hallenbau zu erhalten. Vergangene Woche hat der Adelheidsdorfer Rat über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal beraten. "Wir hoffen, im Frühjahr mit dem Bau beginnen zu können", sagte Borkowski. Auria Solutions hofft, dass nach dem Bau der neuen Halle auch weitere Aufträge an Land gezogen werden.

Der Adelheidsdorfer Autozulieferer heißt seit dem vergangenen Jahr Auria Solutions. Haupteigentümer ist Shanghai Shenda. Das bedeutet mit anderen Worten: Die geplante Expansion im Kreis Celle wird mit chinesischem Kapital finanziert.

Heute beschäftigt das Werk gut 500 Mitarbeiter. Kernkompetenz des Unternehmens sind nach wie vor Akustik-Lösungen. Das heißt: Für mehrere Automobilhersteller werden Teppiche und Bodenbeläge, Radhausschalen, Reserveradmulden und diverse Akustik-Bauteile produziert. Auria-Hauptkunde ist Mercedes in Bremen. "Wir liefern auch an VW, BMW, Mini und Rolls Royce", erläuterte Borkowski. Gearbeitet wird beinahe rund um die Uhr. In drei Schichten wird unter der Woche produziert.

Von der einstigen Krisenstimmung ist in Adelheidsdorf offenbar nichts mehr geblieben. Das Traditionsunternehmen wurde 1945 unter dem Namen Schallschluck gegründet. 2008 geriet Stankiewicz im Zuge der internationalen Automobil-Absatzkrise in schweres Fahrwasser und musste 2009 Insolvenz anmelden. Monatelang war damals nicht klar, wie und mit wie vielen Mitarbeitern es weitergehen würde. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Am Sonntag lud das Werk erstmals seit vielen Jahren wieder zum Familienfest ein. Mehr als 1000 Besucher kamen, etliche Mitarbeiter zeigten ihren Familien das Werkgelände an der alten B3. "Viele sind stolz, hier zu arbeiten", sagte Jens Hoika, Deutschland-Chef von Auria.

Einer dieser Mitarbeiter ist Klaus Brügge, Leiter der Prototyp-Fertigung. "Wir arbeiten hier an Fahrzeugen, die noch gar nicht auf dem Markt sind", beschreibt er eine interessante Seite seines Jobs. Seit 30 Jahren ist er im Unternehmen beschäftigt. "Ich arbeite gerne hier", sagte der Mann, der gleich zehn Besucher zum Familienfest mitbrachte. Thomas Liebe arbeitet in der Teppichhalle und zeigte seiner Frau Diana das Gelände. "Hier wird expandiert. Wir merken, dass es größer wird", schätzt er die Entwicklung am Standort ein. Auch Nicole Kownatzki aus Lehrte ist eng mit dem Unternehmen verbunden – als Angehörige. "Meine Eltern arbeiten hier von der Pieke auf, seit über 40 Jahren", sagte sie. "Durch den Tag der offenen Tür gewinnt man interessante Eindrücke. Es hat sich viel verändert hier."

Das Unternehmen Auria Solutions, früher als Stankiewicz bekannt, plant eine Erweiterung.

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