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Adelheidsdorf Blazek legt neues Buch vor
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Adelheidsdorf Blazek legt neues Buch vor
16:01 27.01.2017
Von Simon Ziegler
Adelheidsdorf

Wippo, der von 1827-1898 lebte, war Sattler, Eisenbahnbauarbeiter, später Polsterer und Amerika-Auswanderer – und er war unsterblich verliebt. Seine Migration nach Amerika hätte zur Folge haben müssen, dass die Gedanken an seine Angebetete verblassen. Doch trotz aller Widrigkeiten bewahrheitete sich bei Wippo die alte Regel: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Aus kleinen Hoffnungsschimmern, langen Reisen und durch die Hilfe von Freunden und Familie entwickelte sich schließlich eine erfüllte Liebesgeschichte, die im Königreich Hannover begann und nach zahlreichen Verwicklungen ihr glückliches Ende in Chicago fand.

Mit seinem neuen Buch rund um die anrührende Lebensgeschichte von Carl Wippo will Blazek nicht nur Leser mit Interesse an der Geschichte der Auswanderung nach Nordamerika aus dem Königreich Hannover ansprechen; auch für Eisenbahnhistoriker, die Nachfahren Ausgewanderter und Heimatkundler sei es interessant.

„Das Besondere an dem Werk ist, dass ich alles, was Wippo damals beiläufig notiert und als gewöhnlich betrachtet hat, dem Leser von heute in Fußnoten erläutert habe. Es ist wohl das einzige Zeugnis von Arbeitern, die am Eisenbahnbrückenbau in Celle beteiligt waren“, sagte Blazek. Er sei auf die Idee für das Buch gekommen, als Nachfahren seiner Protagonisten von Kreisarchivar Rainer Voss an ihn verwiesen wurden. „Ich konnte manche hilfreiche Information geben, am Ende erhielt ich per Post aus Florida die 223 Seiten umfassenden Lebenserinnerungen, die Carl Wippo 1864 zu Papier gebracht hat. Zunächst habe ich mich dann in zwei Sachsenspiegeln der CZ mit Carl Wippo und seiner späteren Ehefrau, Dorette Meyer von der Müggenburg, befasst.“