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Adelheidsdorf Bürgermeisterin Führer kündigt Rückzug in Adelheidsdorf an
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13:25 11.07.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Michael Schäfer
Adelheidsdorf

Führer betonte, dass sie nicht im Groll oder aus Verärgerung gehe, sondern "unheimlich gerne" Bürgermeisterin gewesen sei. "Ich empfehle es allen, sich vor Ort zu engagieren", sagte sie.

Als Nachfolgerin ist Heike Behrens (CDU) im Gespräch. "Sie ist meine Wunschkandidatin", sagte die scheidende Bürgermeisterin. Führer will in einer Ratssitzung Ende August offiziell ihren Rücktritt erklären. Der Gemeinderat wird voraussichtlich im September den neuen Bürgermeister wählen. Allerdings haben die Christdemokraten nicht die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Die CDU braucht, um Behrens durchzubringen, weitere Stimmen. "Ich werde antreten und hoffe auf die Unterstützung anderer Fraktionen", erklärte Behrens. Ob SPD und Grüne eigene Kandidaten aufstellen, bleibt abzuwarten.

Susanne Führer war 2008 in einem kuriosen Verfahren zur Adelheidsdorfer Bürgermeisterin gekürt worden. Damals war die CDU-Bewerberin im Rennen mit SPD-Kandidatin Heike Hoch nach Stimmengleichheit per Los zur Bürgermeisterin gekürt worden. Weil aber der falsche Mann das Los zog, musste die Wahl ein paar Wochen später wiederholt werden. Susanne Führer setzte sich abermals durch – wieder per Los.

Ihre zehn Jahre Amtszeit können sich, das müsste auch die politische Konkurrenz anerkennen, sehen lassen: Adelheidsdorf steht finanziell auf gesunden Füßen. Der Ort wächst, junge Familien ziehen in die 2500-Einwohner-Gemeinde. Adelheidsdorf hat am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilgenommen. Vor allem gelang der Kommune 2012 der Sprung ins Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen. "Wir haben 1,2 Millionen Euro eingeworben", blickt Führer zurück. Das Geld floss zum Beispiel in den Platz am Dorfgemeinschaftshaus oder in die Sanierung der Waldstraße.

Und natürlich in den Dorfladen: Nach dem Schlecker-Aus haben Adelheidsdorfer Bürger in einem Kraftakt den kleinen Laden in Großmoor aus der Taufe gehoben, der sich zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Susanne Führer hat all das nicht alleine gemacht. Und sie würde so etwas auch nie behaupten. Sie sagt ganz andere Sätze, zum Beispiel diesen: "Das Gemeinschaftsgefühl im Dorf war die schönste Erfahrung meiner Amtszeit." Oder auch: "Es war toll zu sehen, dass so viele Menschen sich am Dorferneuerungsprogramm beteiligt haben."

Von der politischen Bühne wird Führer nicht verschwinden. Sie will ihre Mandate im Gemeinde- und Samtgemeinderat sowie im Celler Kreistag behalten. "Von der vordersten Front ziehe ich mich einen Schritt zurück", sagte sie.

Pferdegewieher war am Wochenende in Adelheidsdorf schon aus der Ferne zu hören: Rund 60 junge Stuten im Alter von drei und vier Jahren hatten bei der zentralen Stutbucheintragung ihren großen Auftritt.

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Vertreter der Bürgerinitiative (BI) "Adelheidsdorfer Bürger gegen Suedlink" haben Bürgermeisterin Susanne Führer während der Ratssitzung in der vergangenen Woche eine Unterschriftenliste übergeben. BI-Gründungsmitglied Angela Hoffmann sagte, dass 101 Bürger unterschrieben hätten. "Wir sprechen uns gegen die Stromtrasse Suedlink durch Großmoor aus", so Hoffmann, "wir sind nicht mit dem Trassenverlauf zwischen Theater- und Zwillingstraße einverstanden".

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Geballte Kraft statt Einzelkämpfer: Am Wochenende fand in Fulda ein Treffen der Bürgerinitiativen (BI) statt, die sich gegen die Stromtrasse Suedlink wehren. Mit dabei waren auch Vertreter der BI „Adelheidsdorfer Bürger gegen Suedlink“.

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