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Adelheidsdorf Großmoor: Dorfladen soll im Frühjahr öffnen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Adelheidsdorf Großmoor: Dorfladen soll im Frühjahr öffnen
16:54 17.12.2013
Von Simon Ziegler
Im alten Schlecker werden bald Lebensmittel verkauft – das gab es in Adelheidsdorf schon lange nicht mehr. Verwaltungsvertreter und die Arbeitsgruppe Dorfladen freuen sich über die Unterstützung des Landes. Quelle: Simon Ziegler
Großmoor

Finanzspritze vom Land Niedersachsen für den Dorfladen in Großmoor: Siegfried Dierken vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Verden (LGLN) hat den Machern des neuen Adelheidsdorfer Geschäftes an der Hauptstraße am Montag im Dorfgemeinschaftshaus einen Bewilligungsbescheid über 50.000 Euro überreicht. Das Geld fließt in den Umbau des alten Schlecker-Gebäudes.

Inzwischen wurde auch der Mietvertrag mit Hausbesitzer Heinrich Rostalski unterzeichnet. Im Laden ist noch jede Menge zu tun. Sanitär- und Elektroarbeiten stehen an, eine Mauer wird durchbrochen, die Wände werden gestrichen. Der Dorfladen soll im Frühjahr eröffnet werden, sagte Winfried Winter von der Arbeitsgruppe Dorfladen. Als erstes muss jetzt allerdings die Baugenehmigung beim Landkreis Celle für den Umbau eingereicht werden.

Inzwischen liegt Startkapital von 48.250 Euro vor. Das Geld ist für Einrichtung und Warenerstbestückung vorgesehen. Unterstützer können auch weiterhin Anteile zeichnen. Arbeitsgruppe und Anteilszeichner waren bei der Scheckübergabe am Montag in Feierlaune. „2013 wird als sehr erfolgreiches Jahr in die Geschichte von Adelheidsdorf eingehen“, sagte Bürgermeisterin Susanne Führer und erinnerte somit auch an die Dorferneuerung, die die Dorfgemeinschaft von Adelheidsdorf, Großmoor und Dasselsbruch enger zusammengeschweißt hat. „Der Dorfladen ist unser Leuchtturmprojekt. Viele haben sich eingebracht, um die Versorgungslücke zu schließen“, lobte sie die Tatkraft der Adelheidsdorfer. Zugleich sei jetzt der Start für die Umsetzung des Projekts gekommen. Wathlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube würdigte die „tolle Leistung“, ohne bürgerliches Engagement wäre der Laden nicht möglich gewesen. Winter umriss die Planungen für den Laden, dessen Idee 2011 geboren wurde. „Jetzt sind wir ganz wild auf die Eröffnung“, sagte er.

Nachdem lange unklar war, ob genügend Geld zusammenkommt, damit das kleine Dorfgeschäft realisiert werden kann, sind jetzt nur noch Kleinigkeiten zu regeln. Zweifel, dass Bürger in der 2000-Einwohner-Gemeinde bald wieder Brötchen, Wurst, Eier sowie Obst und Gemüse einkaufen können, gibt es so gut wie keine mehr. In einem zweiten Schritt wird ein Café in den Räumen nebenan geplant. Dort wird auch ein Postschalter eingerichtet.