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Adelheidsdorf Suedlink: Landwirte fordern „fairen Dialog“
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Adelheidsdorf Suedlink: Landwirte fordern „fairen Dialog“
21:00 22.11.2018
Landwirte in Großmoor setzen ein Zeichen und beleuchten den geplanten Streckenverlauf der Stromtrasse. Quelle: David Borghoff
Grossmoor

„Wir sind nicht gegen das Projekt Suedlink. Aber wir fordern einen fairen Umgang mit den betroffenen Landwirten“, sagt Kreislandwirt Jürgen Mente anlässlich der niedersachsenweiten Aktion „Suedlink heizt ein – wir glühen vor“. Zum zweiten Mal beleuchteten Landwirte aus ganz Niedersachsen am Donnerstag den geplanten Streckenverlauf der Stromtrasse Suedlink und setzten damit ein Zeichen von Stade bis zur Landesgrenze zu Hessen.

Auf einem Acker am Kurfürstendamm in Großmoor stellten 15 Landwirte ihre Trecker nebeneinander auf und bildeten damit eine Breite von rund 50 Metern. Diese entspricht ungefähr der Breite der Suedlink-Trasse und verdeutlicht eindrucksvoll das umstrittene Vorhaben.

Bauern fordern Ausgleichszahlungen

Zu der Aktion aufgerufen hatte das Landvolk Niedersachsen, das mit der Aktion auf die ewige Belastung für die betroffenen Landwirte aufmerksam machen möchte. „Wir fordern einen fairen Dialog untereinander, aber auch entsprechende, dauerhafte Ausgleichszahlungen“, erklärt Martin Albers vom Celler Landvolk und ist damit einer Meinung mit Mente und den Landwirten.

Unklar ist bislang noch, ob und welche Veränderung es durch die Wärmeabgabe der Suedlink-Trasse bei der Ernte geben wird. „Alles wird analysiert in Deutschland“, moniert Mente. „Dieser Aspekt allerdings wurde bislang noch nicht weiter beleuchtet.“ Sollte es zu Einschränkungen kommen, so fordern die Landwirte dauerhafte, sich wiederholende Entschädigungszahlungen.

Solidarität mit Landwirten

Vom Bau der Stromtrasse direkt betroffen sind Jens Stolte, Landwirt aus Großmoor, und sein Berufskollege Heins-Otto Prelle aus Wolthausen. Für beide ist es eine Selbstverständlichkeit, sich der Aktion anzuschließen und so auch ihre Solidarität mit allen betroffenen Landwirten zu demonstrieren. Beide machen deutlich: „Wir sind nicht gegen den Suedlink. Als Landwirte sind wir Neuerungen gegenüber immer aufgeschlossen“, sagt Prelle. Aber sie wehren sich gegen die unklaren Aussagen seitens der Bundesregierung. Und was eben so sauer aufstößt: „Für den Bau der Trassen bleiben bundeseigene Flächen weitestgehend außen vor, das geht so nicht“, findet Stolte. „Wir wollen Klarheit, wie wir unsere Fläche weiter nutzen können.“ Nur langsam sickere jetzt durch, dass beispielsweise tief wurzelnde Pflanzen auf der Trasse nicht angebaut werden dürfen.

Nicht die letzte Mahnwache

Die Verantwortlichen werten die Aktion als vollen Erfolg. Nicht nur Betroffene, sondern auch Menschen, die sich solidarisch mit den Landwirten zeigen, seien gekommen, in Großmoor waren es rund 30 Bürger. „Wir lassen nicht locker und sorgen dafür, dass das Thema nicht in Vergessenheit gerät“, lautet das erste Fazit von Albers, der meint, dies sei nicht die letzte Mahnwache dieser Art gewesen.

Hier steht, wo es weitere Infos gibt Text bold Text italic

Von Birgit Stephani

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