Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Adelheidsdorf Waldstraße: Adelheidsdorfer üben erneut Kritik
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Adelheidsdorf Waldstraße: Adelheidsdorfer üben erneut Kritik
16:04 18.07.2014
Von Simon Ziegler
Adelheidsdorf

Als das "härteste Ei", das in seiner bisherigen Ratsarbeit geknackt werden musste, bezeichnete am Donnerstag Ratsherr Matthias Blazek die äußerst umstrittene Sanierung der Waldstraße in Adelheidsdorf. Hitzige Bürgerversammlungen, verbale Angriffe auf die Verwaltung und deratigen Druck von Bürgern hat es wohl in dieser Form in Adelheidsdorf noch nicht gegeben.

Auch in der Einwohnerfragestunde am Donnerstag machte ein Bürger seinem Ärger Luft. Weil ein Mitarbeiter der Samtgemeinde-Verwaltung beim Verkauf der Grundstücke behauptet haben soll, dass die Erschließung der Straße etwa zehn Euro pro Quadratmeter kosten soll, seien Bürger getäuscht worden. Denn inzwischen ist von ganz anderen Beträgen die Rede. Möglicherweise werden manche Bürger 25 Euro pro Quadratmeter zahlen müssen. Dafür verantwortlich ist auch die einseitige Bebauung der Straße.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Im Gemeinderat wurde jetzt der Fußweg von der Straße An der Kapelle bis zur Schulstraße beschlossen, der noch in diesem Jahr gebaut werden soll. Die Kosten werden auf 170.000 Euro geschätzt. 93.000 Euro werden über Fördergelder abgerufen, den Rest von 77.000 Euro teilen sich Gemeinde und Anlieger. Dieses Vorgehen beschloss der Rat einstimmig. Die Belastung der Bürger sei jetzt sehr gering, sagte Verwaltungsvertreter Wolfgang Grube.

Die Straße soll erst 2015 oder 2016 wieder auf die Agenda kommen. Denn es soll abgewartet werden, bis das Neubaugebiet "Östlich Sandbirkenstraße" bebaut ist, damit die schweren Baufahrzeuge die Straße nicht sofort wieder beschädigen. Zudem sollen über das Dorferneuerungsprogramm weitere Fördermittel in Aussicht stehen. Das wird aber nichts daran ändern, dass Bürger sehr unterschiedlich zur Kasse gebeten werden. Manche werden über die Straßenausbaubeitragssatzung herangezogen. Sie werden aus heutiger Sicht 30 Prozent der Kosten tragen. Anders sieht es im nördlichen Abschnitt der Straße aus. Die Eigentümer der dortigen 16 Häuser müssen wohl 90 Prozent der anfallenden Kosten zahlen. Hier kommt die Erschließungssatzung zum Zug.