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Nienhagen Ärger um Überprüfung von Waffenbesitzer
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Ärger um Überprüfung von Waffenbesitzer
16:05 12.02.2015
Von Simon Ziegler
Nienhagen

"Die einzige Möglichkeit dagegen Widerspruch einzulegen, ist eine Klage beim Verwaltungsgericht in Lüneburg. Dadurch entstehen bei mir aber wieder Kosten. Das sehe ich nicht ein", sagt Drosdatis, der in Nienhagen lebt. Er ärgert sich darüber, dass es so hohe Hürden für einen Widerspruch gibt und fragt sich, warum er überhaupt überprüft wurde. "Warum werde ich nach zig Jahren erstmalig kostenpflichtig geprüft, ohne dass mir vorab eine solche Verfahrensdurchführung mitgeteilt wird?"

Von der Prüfung selbst kann er gar nichts mitbekommen haben. Die Auskünfte holt sich der Landkreis vom Bundeszentralregister und der Polizei. Im Fall von Drosdatis soll die Regelprüfung zu keiner Beanstandung geführt haben.

Nach dem Waffengesetz habe die zuständige Waffenbehörde, in diesem Fall das Ordnungsamt, die Inhaber von waffenrechtlichen Erlaubnissen in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch nach Ablauf von drei Jahren, erneut auf ihre Zuverlässigkeit und persönliche Eignung zu prüfen, sagte Kreissprecher Holger Harms. „Es handelt sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtprüfung. Damit soll gewährleistet werden, dass nur zuverlässige Personen Zugang zu Waffen und Munition haben.“ Für die Regelüberprüfung werde eine Gebühr erhoben. Rechtsgrundlage sei das Waffengesetz. Die Rechtmäßigkeit der Gebührenerhebung sei durch das Bundesverwaltungsgericht bestätigt worden, so Harms. Unklar bleibt, warum Drosdatis nach so langer Zeit kontrolliert wurde, wenn alle drei Jahre geprüft werden soll.

Der Nienhagener hat die Forderung über 25,56 Euro inzwischen beglichen. Er spricht von „Abzocke“.