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Nienhagen Arbeitskreis hofft auf Kita-Verbleib am Jahnring in Nienhagen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Arbeitskreis hofft auf Kita-Verbleib am Jahnring in Nienhagen
17:48 09.06.2016
Von Christopher Menge
Der Wunsch des Arbeitskreises ist es, dass die Kinder weiterhin am Jahnring spielen. Sie bevorzugen statt eines Neubaus eine Sanierung der Kita St. Laurentius. Quelle: Michael Schäfer
Nienhagen

„Die Lage unserer Einrichtung ist optimal“, sagt Schmidt-Seffers, „das Gelände der Kirchengemeinde inklusive des Kirchenwäldchens ist ideal für Zusatzangebote wie kleine Waldtage oder unser reitpädagogisches Angebot“ Zudem seien die Weg zur Sporthalle, Schwimmhalle und Sportplatz kurz. „Neben dem Schwerpunkt Religionspädagogik sind wir ein zertifizierter Bewegungskindergarten“, sagt Schmidt-Seffers, „außerdem gibt es keine Belästigung von direkten Anwohnern.“

Allerdings hätte für ihn auch ein Neubau gewisse Vorteile. „Die dringende Ausweitung der sekundären Räume wäre möglich“, sagt Schmidt-Seffers, „der derzeitige Mitarbeiterraum ist zu klein für das komplette Team und es fehlen Abstellräume.“ Außerdem gebe es bei einem Neubau die Möglichkeit, einer besseren Sanitärausstattung und die Kita könne in Sachen Klima und Optik an aktuelle Standards angepasst werden. „Bei einem Neubau gibt es außerdem die berechtigte Hoffnung, dass dann für Jahre und Jahrzehnte keine grundlegenden Baumaßnahmen mehr nötig sind“, so Schmidt-Seffers.

Dennoch hält der Arbeitskreis eine Sanierung für sinnvoll. „Wir hoffen auf eine Verbesserung des Raumklimas und der Akustik sowie auf eine Erweiterung des Platzangebotes für Mitarbeitende im Rahmen des Neubaus der Krippe, die bei einer Sanierung am gleichen Standort erfolgen würde.“ In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass es nicht vorgesehen sei, die geplante zweite Krippengruppe für Kinder zwischen einem und drei Jahren im Container unterzubringen. „Die Kindergartengruppe mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, die bisher diese Räume nutzt, wird übergangsweise in den Mobilbau einziehen“, sagt Schmidt-Seffers.

Wenn sich die Politik für die Sanierung entscheidet, hofft das Kindergartenpersonal wie in der Vergangenheit auf Geduld und Unterstützung der Eltern. „Sicherlich ist neben Baulärm auch mit weiteren Einschränkungen wie zum Beispiel Schmutz, Absperrung mit Sicherheitsgittern oder nur bedingter Nutzbarkeit bestimmter Räume zu rechnen“, sagt Schmidt-Seffers, „eingebunden in Projekte und die pädagogische Arbeit stellen wir aber fest, wie spannend es für die Kinder auch sein kann, die Bauarbeiten und Veränderungen live mitzuerleben. Beim Abriss des Nebengebäudes und auch bei den Dacharbeiten haben wir dies immer wieder festgestellt. Allerdings teilen nicht alle Kinder dieses Interesse.“ Die große Herausforderung bei einer mehrere Jahre dauernden Sanierung würde darin bestehen, Alternativen zu den bisherigen Abläufen anzubieten. Wie diese Alternativen aussehen könnten, ist aber noch offen. Schließlich muss erst einmal entschieden werden, ob es eine Sanierung geben wird.