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Nienhagen Bäckerei-Geschichte: Die Müllers in Nienhagen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Bäckerei-Geschichte: Die Müllers in Nienhagen
18:21 07.11.2014
Wilfried Regner (links) und Wolfgang Werner (rechts) übergeben die Chronik-Bände an Jan, Fritz und Uschi Müller (Mitte, von links). Quelle: Lothar H. Bluhm
Nienhagen

Ob Schreibwaren Fritz Müller, Bäckerei Gawlick, VIVO Richter, Edeka Müller oder Verkaufsladen Möller – überall stecken Müllers drin. „In dieser kleinen Chronik befassen wir uns mit der Familie Müller, die 1893 nach Nienhagen kam, um eine Bäckerei zu eröffnen“, sagt Wilfried Regner zu den Hintergründen. Die Idee zur Chronik war, Wissen über die Geschäftsleute in Nienhagen in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zu sammeln. „Das waren alles kleine Läden“, hat Regner festgestellt. „Bis zu den Umstrukturierungen zu SB-Märkten.“

1893 mit einer Bäckerei begonnen, waren nach dem Zweiten Weltkrieg die „Müllers“ mit Bäckereien und Handelswaren viermal in Nienhagen und einmal in Langlingen vertreten.

„Der Heimatverein Nienhagen hat die Zielsetzung, Heimatgeschichte, Heimatkunde, Volkskunde und heimatliches Schrifttum zu erhalten und zu bewahren“, bezieht sich Autor Wilfried Regener auf die Satzung des Vereins von 1985.

Mehrere Bücher wurden bisher aufgelegt, vom Teufendruckmessbetrieb der Gewerkschaft Elwerath bis zur Kneipenchronik Nienhagen. Die jetzige Betrachtung zur Wirtschafts- und Familiengeschichte Nienhagens wurde von Uschi Müller angeregt, die zusammen mit ihrem Mann das heutige Schreibwarengeschäft Fritz Müller betreibt. „Es ist das älteste Geschäft in der Gemeinde Nienhagen und auch in der Samtgemeinde Wathlingen“, sagen Regner und Werner. Ein Teil des Müllerschen Lagers sei im Laufe der Jahre zum Milchladen umgebaut worden. Aus Hygienegründen war dann eine Trennung zum Gemischtwarenbereich erforderlich. „Nur der Milchladen durfte auch sonntags für zwei Stunden geöffnet werden“, erinnert sich Uschi Müller. „Lose Milch, Quark, Sahne, Buttermilch wurde bis 1972 verkauft. Dann kam die Molkerei Wathlingen nach Celle.“

Das 36-seitige Buch im A5-Format kann für eine Spende für wohltätige Zwecke beim Heimatverein, beim Moor-Verlag, im Papierwarengeschäft Fritz Müller und bei Edeka-Müller bezogen werden.

Von Lothar H. Bluhm