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Nienhagen Brandserie in Nienhagen: Ist da ein Feuerteufel unterwegs?
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Brandserie in Nienhagen: Ist da ein Feuerteufel unterwegs?
19:59 23.03.2018
Von Christian Link
Das Privathaus am viereckigen Waldteich ist vermutlich das jüngste Opfer eines Brandstifters. Quelle: Christian Link
Nienhagen

Vor Ort sind sich viele Leute sicher, dass ein und derselbe Täter für die Feuer verantwortlich ist. Die Polizei ist jedoch zurückhaltend.

Am 26. Februar brannte zunächst das Vereinsheim des Angelsportvereins (ASV) nieder. Als die 32 Feuerwehrleute gegen 21.40 Uhr eintrafen, stand die mehr als 30 Jahre alte Hütte zwischen den Angelteichen nördlich von Nienhagen bereits lichterloh in Flammen. Vor Ort zeugen die Ruinen immer noch von dem verheerenden Brand, der einen Schaden von geschätzt 40.000 Euro verursacht hat.

Zweieinhalb Wochen später schrillten wieder die Alarmsirenen der Gemeindefeuerwehr. Diesmal rückten rund 80 Kameraden zu einer brennenden Garage und Lagerhalle neben dem Edeka-Markt in Nienhagen aus – nur wenige hundert Meter vom Angelheim entfernt. Der Großeinsatz am 12. März dauerte anderthalb Stunden und endete glimpflich: Das Feuer führte "nur" zu einer starken Verrußung des Innenraums. Die Ursache ist noch unklar, eine Brandstiftung nicht ausgeschossen.

Am Samstagabend brannte es dann wieder im Wald. Diesmal loderten die Flammen in einer versteckt gelegenen Hütte an einem viereckigen Teich auf halbem Weg zwischen B3 und Anglerheim. "Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Hütte bereits in voller Ausdehnung", berichtet der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jan Dollenberg. Mehr als 70 Feuerwehrleute konnten die 20 Jahre alte, möblierte Hütte nicht mehr retten. Sie wurde ein Raub der Flammen. Der Einsatz dauerte dreieinhalb Stunden.

Von der Hütte auf dem umzäunten Privatgelände sind nur noch Schutt und Asche übrig. Das Aufräumen der traurigen Überreste lief gestern auf Hochtouren. "Da hat jemand ein vorzeitiges Osterfeuer gelegt", sagt der Besitzer mit einer gehörigen Prise Galgenhumor und fügt hinzu: "Ich kann da nur noch lachen, geärgert habe ich mich genug." Den Schaden schätzt er auf mindestens 30.000 Euro, versichert war die Hütte nicht.

"Die Ermittlungen laufen, dabei wird auch geprüft, ob Brandstiftung vorliegt", sagt Polizeisprecher Michael Stoll auf CZ-Anfrage. Im Ort kursieren bereits Gerüchte über einen möglichen Täter, der nur noch überführt werden müsse. Die Polizei weist solche Spekulationen zurück und warnt vor vorschnellen Verurteilungen. Dass die drei Brände von einem Serientäter gelegt wurden, sei nur eine von vielen Möglichkeiten. Stoll: "Wir prüfen, ob es da Zusammenhänge gibt, haben aber noch keine gesicherten Erkenntnisse."

Ganz hinten im großen Hagensaal ist der Verkaufsstand von Elke Schrader zu finden. Die Seniorin aus Dasselsbruch ist gestern eine von 43 Ausstellern beim Ostermarkt in Nienhagen gewesen, der genauso vielseitig ist wie Schraders prall gefüllter Warentisch.

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