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Nienhagen CDU regt Genossenschaft für Freibad Papenhorst an
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen CDU regt Genossenschaft für Freibad Papenhorst an
17:44 21.12.2011
Von Simon Ziegler
Freibad Papenhorst Quelle: Peter M¸ller
Papenhorst

Nach Angaben des Wathlinger Samtgemeinde-Kämmerers Thorsten Borchers betragen die Betriebskosten pro Jahr in Papenhorst rund 145.000 Euro. Über die Eintrittspreise werden etwa 55.000 Euro eingenommen, so dass ein Betrag von 90.000 Euro bleibt, den die Samtgemeinde jedes Jahr dazuschießen muss. Zudem belasten den Haushalt jährliche Abschreibungen von 45.000 Euro. Das Freibad war im vergangenen Frühjahr wiedereröffnet worden, nachdem es für rund 2,3 Millionen Euro saniert worden war.

Windelen berichtet, dass das Schwimmbad in Wunstorf/Luthe geschlossen werden sollte. Daraufhin hätten sich Bürger engagiert und eine Genossenschaft gegründet. Mehr als 1000 Bürger hätten Genossenschaftsanteile gezeichnet, so Windelen. Er will Vertreter der Genossenschaft nach Wathlingen einladen, um die Vorteile des Modells darzustellen. Das Bad in Wunstorf sei für die Öffentlichkeit nur nachmittags geöffnet. Morgens nutzten Schulen die Anlage, die eine eigene Aufsicht mitbrächten. Das Wasser werde nicht mit Chlor, sondern mit einem Granulat-Schilf-Becken gereinigt. Zudem sei die Anlage energetisch besser aufgestellt als Papenhorst. "Das sind Ideen, die wir uns anhören wollen", so Windelen.

Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube zeigte sich offen für neue Vorschläge. "Informationen schaden nicht. Vielleicht werden neue Wege aufgezeigt", sagte er. Grube deutete indes an, dass die Eintrittspreise 2012 erhöht werden könnten. Bislang zahlen beispielsweise Jugendliche für ein Saisonticket in Papenhorst gerade mal 15 Euro. Der Eintritt pro Tag kostet für Heranwachsende ein Euro.

Auch in Winsen wurde vor einigen Jahren über ein Genossenschaftsmodell diskutiert, als das dortige Bad vor dem Aus stand. "Wir haben das nicht gemacht, weil bei einer Genossenschaft viele mitreden wollen. Das ist bei einem Schwimmbad nicht unbedingt förderlich", sagte Wolfgang Hoffmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Allertal. Die Winser entschieden sich für die Gründung einer GmbH.