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Nienhagen Der Fanforscher: Nienhäger Gunter Pilz mit Verdienstkreuz ausgezeichnet
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Der Fanforscher: Nienhäger Gunter Pilz mit Verdienstkreuz ausgezeichnet
19:23 03.11.2017
Von Simon Ziegler
Landrat Klaus Wiswe (Mitte) hat Gunter Pilz im Beisein von Ehefrau Hilda Pilz-Aden das Verdienstkreuz überreicht. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Pilz wurde 1944 in Baden-Baden geboren. In den 1970er Jahren kam er nach Hannover, wo er am Institut für Sportwissenschaften tätig wurde. Neue Heimat wurde die Gemeinde Nienhagen. Beruflich hatte sich Pilz der Erforschung des Themenschwerpunktes Sport und Gewalt und möglichen Lösungsansätzen verschrieben. "Mit Ihren Forschungen haben Sie sich einen Namen gemacht und oft sind Sie ein gefragter Gesprächspartner auch für die Medien, wenn es darum geht, dieses Verhalten zu erklären", sagte Wiswe. Es sei bei Pilz aber nicht beim Forschen geblieben. "Sie engagieren sich beim Deutschen Fußballbund seit vielen Jahren in verschiedenen Gremien und haben dadurch das soziale und gesellschaftliche Wirken des Verbandes, das so wichtig ist, nachhaltig mitgeprägt", würdigte der Landrat das Engagement des Fanforschers. Er ist auch Vorsitzender im Netzwerk „Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus“.

Gunter A. Pilz hat sich zudem in der Kulturszene engagiert. 1996 war er Gründungsmitglied der „Neuen Jazz Initiative Celle“, deren Vorsitzender er lange Jahre war. Ziel war es, die Jazzmusik und die Nachwuchsarbeit im Landkreis Celle zu fördern. Rund 300 Konzerte und 120 Sessions hat die Initiative organisiert, dazu über 20 Workshops veranstaltet. Aus der Arbeit sind auch die "Celler Jugend Jazz Tage" entstanden.

Außerdem hat sich der Geehrte um seinen Heimatort Nienhagen verdient gemacht. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Stiftung St. Laurentius. Die Stiftung hat unter anderem das Ziel, die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde zu fördern. Pastor Uwe Schmidt-Seffers sagte, dass Pilz "sehr entschieden die Perspektiven von Jugendlichen am Rand der Gesellschaft einbringt".

Sein langjähriger Freund Burkhard Kühtz sowie Vertreter der "Kompetenzgruppe für Fankulturen und Sport bezogene soziale Arbeit" hatten Pilz für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.