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Nienhagen Eltern beklagen Zustand von Spielplatz in Nienhorst
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Eltern beklagen Zustand von Spielplatz in Nienhorst
11:44 09.07.2014
Von Simon Ziegler
Eltern beklagen Zeckenbefall des kniehohen Grases Quelle: Lothar H. Bluhm
Nienhorst

In Nienhorst herrscht Unmut. Über 100 Eltern beklagen den schlechten und ungepflegten Zustand des Kinderspielplatzes am Waldweg.

Eine Unterschriftenaktion verbinden sie mit dem Angebot an die Gemeinde Nienhagen, gemeinsam die Sanierung des Grundstücks vorzunehmen.

Eigentlich wollte der Dreijährige gerade die blaue Eisenrutsche heruntersausen, aber um auf den Rutschberg zu kommen ist er durch hohe Brennnesseln gelaufen und klagt nun über das Jucken an seinen nackten Beinen. – So macht Spielen keinen Spaß.

Ein schützenswerter Ameisenhaufen auf der einen, lange harte und spitze Dornen eines Akazienbusches auf der anderen Seite des Eingangs laden nicht gerade zum fröhlichen, unbeschwerten Spiel auf dem Eckgelände in Nienhorst ein. Unzählige Eichensprösslinge in der Sandkiste, Schaukelpferde in kniehohem Gras, nur teilweise gemähte Grünflächen, Unkrautvlies, wo ein abgebranntes Spielgerät beseitigt wurde – die Mängelliste ist lang, die Jennifer Ahrens und Saskia Franke im März an Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel geschickt haben.

In einem Sechs-Punkte-Papier beklagen die beiden Mütter den schlechten Unterhaltungszustand des Kinderspielplatzes und bieten der Gemeinde gleichzeitig an, gemeinsam mit Eltern und Großeltern eine Sanierung durchzuführen. „Wir könnten doch schon mal Spenden sammeln und Firmen ansprechen, ob die uns bei unserer Aktion unterstützen würden“, bedauert Ahrens, bisher von Makel noch nichts Konkretes mitgeteilt bekommen zu haben. „Im April hat er geschrieben, dass eine Überprüfung im Bauausschuss stattfinden sollte – der Tagesordnungspunkt ist aber abgesetzt worden“, ist Ahrens empört.

Und mit ihr die Eltern, deren Kinder und Enkel auf dem Spielplatz spielen und die auch bereit wären, die Sanierung tatkräftig zu unterstützen.

In dem kniehohen Gras haben sich nach Angaben der Eltern inzwischen Zecken angesiedelt. Falko Münster und Antonie Münster kennen die blaue Rutsche noch aus eigenen Kindertagen. Mittlerweile sind sie selbst Eltern, „und die Rutsche steht immer noch…“

Wie Bürgermeister Makel der CZ auf Anfrage mitteilt, ist ihm die Situation auf dem Spielplatz durchaus bekannt: „Wir wissen, dass das der Platz ist, der uns als nächstes interessiert.“ Nach dem Modell Bütenhorst solle die Sanierung erfolgen. Schön sei, dass die Bürger ihre Bereitschaft signalisiert haben, sich aktiv bei den Arbeiten einzubringen. Allerdings sei die geplante Besichtigung von der Tagesordnung des Bauausschusses abgesetzt worden, weil Straßenbauprobleme vorrangig seien. „Es wird aber noch vor den Ferien eine Bereisung stattfinden: Die Notwendigkeit ist erkannt.“