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Nienhagen Denkmal bleibt im Rathauspark
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Denkmal bleibt im Rathauspark
13:09 13.12.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Das Kriegerdenkmal im Nienhäger Rathauspark bleibt erhalten. Der Gemeinderat entschied am Dienstag einstimmig, dass 15.000 Euro für die Sanierung des maroden Bauwerks zur Verfügung gestellt werden. Anschließend soll das Denkmal, das an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert, an der selben Stelle wieder aufgebaut werden. Die alte Tafel, auf der die 26 Namen der Kriegstoten stehen, soll überarbeitet und erhalten werden. Zugleich entschieden die Politiker des Gemeinderates, dass eine Ergänzungstafel aufgestellt werden soll, die das Denkmal historisch einordnet. Der genaue Wortlaut soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

Ergänzungstafel zur Einordnung

Mit dem Beschluss setzt der Gemeinderat einer wochenlangen Diskussion um das Erinnern an die Toten des Ersten Weltkrieges ein Ende. Weil das Monument nicht mehr standsicher ist, wurde über andere Möglichkeiten der Erinnerungskultur nachgedacht. Bürgermeister Jörg Makel hatte sich dafür ausgesprochen, an die Toten beider Weltkriege im Kirchturm zu erinnern, weil es dort bereits einen Gedenkort gibt. Er hatte auch die Frage aufgeworfen, ob es heute richtig sei, von den toten Bürgern als Helden zu sprechen, seien sie doch eher Opfer gewesen. Gut möglich, dass diese Einordnung nun auf der Ergänzungstafel ihren Niederschlag finden wird.

In der Debatte war schnell klar geworden, dass es im politischen Raum keine Mehrheit für die Sichtweise von Makel gab. Mehrere Parteien und der Heimatverein hatten sich für den Erhalt des Kriegerdenkmals im Rathauspark ausgesprochen – auch wenn dort seit vielen Jahren keine Gedenkveranstaltungen mehr stattfinden. Das Denkmal sei eine wichtige Erinnerung an die Zeit vor 100 Jahren, auch wenn man heute die Geschehnisse anders bewerte, hieß es.

Bürgermeister spricht von Kompromiss

Mit dem jetzt gefassten Beschluss können alle gut leben, wie das einstimmige Votum zeigt. Makel sprach gegenüber der CZ von einer "Kompromisslösung" und hatte dabei die Ergänzungstafel im Blick. "Das Ehrenmal soll genau so erhalten bleiben", machte Hauke Hauschildt den Standpunkt der CDU klar. Wann das Ehrenmal abgetragen, restauriert und wiederaufgebaut werden soll, wurde noch nicht bekannt. Die Arbeiten dürften aber zügig umgesetzt werden, schließlich sind bereits einzelne Steine aus dem maroden Bauwerk herausgefallen.

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