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Nienhagen Frauen in Nienhagen schalten innere Kritikerin aus
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Frauen in Nienhagen schalten innere Kritikerin aus
16:54 22.09.2016
Sie ermutigte Frauen, selbstbewusster aufzutreten: Schauspielerin Mona Klare (rechts) im Hagensaal. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Eingeladen vom Kreissportbund Celle und dem Landessportbund Niedersachsen trainierte sie unter dem Motto „Zeig dich!“ innerhalb von drei Stunden 50 Frauen humorvoll darin, selbstbewusster aufzutreten, positive Behauptungen über sich selbst zu äußern und die eigene Person wertzuschätzen. Ihr Ziel? Die innere Kritikerin einfach einmal auszuschalten.

Mit viel Energie ermutigte sie die Frauen in kleinen Übungen zu positivem Feedback, einem festen Händedruck und dazu, sich ihrer selbst bewusst und selbstbewusst zu sein. „Wie verkaufe ich mich, wie bekomme ich das Wort im Meeting und wie behalte ich es, das ist ein großes Thema für viele Frauen“, sagte Klare. „Es ist erlaubt, sich seiner Stärken bewusst zu sein und stolz zu sagen: Ich bin gut.“

Mit viel Präsenz spielte Klare mit dem Publikum spontane Einfälle und Lebenssituationen durch und stieß damit auf große Begeisterung. Ob der Chef, der aufdringlich wird, eine Kollegin, die sich in ein Gespräch drängt, die Kundin, die zu dicht heran kommt – die Expertin hatte immer einen Rat. „Mit Körpersprache lässt sich eine solche unangenehme Situation auf eine schnelle und klare Weise lösen, die sofort verstanden und nicht diskutiert wird“, erklärte Klare. Nach ein paar Versuchen hatten die Frauen dazugelernt und die Botschaft war sehr schnell bei dem fiktiven Chef, der Kollegin, der Kundin angekommen.

„Idealerweise spricht eine Frau nach diesem Abend lauter, schaut mehr und länger in die Augen ihres Gegenübers und lässt sich nicht mehr – oder zumindest nicht mehr so oft – die Butter vom Brot nehmen“, sagt Klare. „Und dann hat sie noch Spaß dabei, sich zu zeigen.“ Selbstbewusstsein, eine lautere Stimme haben, sichtbar sein – all das lässt sich trainieren. An diesem Abend haben die fünfzig Frauen einen Anfang gemacht. Jetzt gilt es, das Gelernte auszuprobieren, zu proben und in die Tat umzusetzen.

Von Marlene Schlüter