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Nienhagen KESS Nienhagen: Förderprogramm läuft bald aus
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen KESS Nienhagen: Förderprogramm läuft bald aus
16:53 08.06.2011
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Das vom Bundesfamilienministerium geförderte Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser gibt es seit dem Jahr 2006. In den 500 Häusern engagieren sich heute bundesweit über 16.000 freiwillig Aktive, täglich werden die Häuser von über 40.000 Besuchern genutzt.

Das KESS Nienhagen bekommt jährlich etwa 40.000 Euro aus Bundesmitteln, weitere 40.000 Euro schießt das Land Niedersachsen dazu, sagte KESS-Leiterin Simone Welzien. Zudem zahlt die Einrichtung keine Miete an die Kommunen. Wie hoch der Etat der sozialen Einrichtung im Celler Südkreis insgesamt ist, wollte sie nicht sagen. Aber: Allein die Personalkosten für die sieben Teilzeitkräfte, die 14 geringfügig Beschäftigten und die über 40 Übungsleiter liegen bei rund 180.000 Euro im Jahr. Man sei daher dringend auf die Unterstützung des Bundes angewiesen. "Ohne öffentliche Fördermittel müssten wir von heute auf morgen zumachen", so Welzien. Die Aussichten, dass es weiter geht, seien gut. Sie geht davon aus, dass die Mittel auch in Zukunft fließen.

Dafür sprechen auch Äußerungen von Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Familienministerium, der am Montag Vertreter von Mehrgenerationenhäusern aus ganz Deutschland, darunter Welzien, zum Tag der Mehrgenerationenhäuser in Berlin begrüßte. Aufgrund des Erfolgs habe sich das Ministerium für ein Folgeprogramm eingesetzt, das generationenübergreifende Angebote noch stärker in den Mittelpunkt rücken will. Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser können am Folgeprogramm teilnehmen, in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt soll ein Haus unterstützt werde, sagte Kues.

Die Einrichtung in Nienhagen will einen Beitrag für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten. Sie helfen jungen Familien, unterstützen Ältere und entlasten pflegende Angehörige. „Das macht Lebensqualität vor Ort aus. Tausend Besucher pro Woche zeigen uns deutlich, dass Generationen verbindende Angebote immer mehr Zuspruch finden“, betonte Welzien.