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Nienhagen KESS Nienhagen: "Haben um Fördermittel gezittert"
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen KESS Nienhagen: "Haben um Fördermittel gezittert"
17:18 28.12.2011
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Das Familienzentrum KESS (die Buchstaben stehen für Kinder, Eltern, Singles und Senioren) mit Hauptsitz in Nienhagen und Zweigstellen in Wathlingen und Wienhausen ist erneut in das Bundesprogramm für Mehrgenerationenhäuser aufgenommen worden. Das erste Programm lief über vier Jahre, das Folgeprogramm wurde für drei Jahre aufgelegt und bringt dem KESS 35.000 Euro im Jahr, 5000 Euro weniger als bisher.

Die Bundesförderung ist nur ein Teil der Unterstützung. Auf allen Ebenen versuche man, an Fördergelder zu kommen, sagt Welzien. Das ist auch nötig, da das KESS Familienzentrum ein Jahresbudget von rund einer viertel Million Euro hat. Die Personalkosten schlagen mit 165.000 Euro zu Buche. 60 Prozent der Kosten werden über öffentliche Mittel finanziert, die restlichen 40 Prozent über eigene Einnahmen. Gemeinde Nienhagen und Samtgemeinde Wathlingen unterstützen seit Jahren die Einrichtung, die am Herzogin-Agnes-Platz keine Miete zahlen muss.

Das KESS wird in den drei Dörfern wöchentlich von rund 1600 Menschen besucht, berichtet die ehrenamtliche Geschäftsführerin Welzien. Etwa 1000 Menschen kommen nach Nienhagen, 500 nach Wathlingen und gut 100 nach Wienhausen. Pro Halbjahr gibt es etwa 130 Kurse sowie etliche offene Angebote. Dazu kommen Vermittlungen über das Senioren- und Servicebüro.

Inhaltlich will das KESS auch im kommenden Jahr einen Schwerpunkt auf die Begegnung der Generationen legen. Seniorenservicebüros gibt es in Nienhagen und im Flotwedel. "Alt und Jung zusammenbringen und sie gemeinsam für Sachen begeistern, darum geht es. Zum Beispiel zusammen Apfelsaft kochen oder Knöpfe annähen", umreißt Welzien die Ziele. Zudem soll die Integration gestärkt werden. Beispielsweise treffen sich seit einem halben Jahr in Wathlingen regelmäßig Frauen aus vielen verschiedenen Ländern. Darüber hinaus will das KESS dem steigenden Beratungsbedarf Rechnung tragen. Frauen in Trennungssituationen, familiäre Gewalt und Fragen der Grundsicherung spielten in den Gesprächen häufig eine Rolle.