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Nienhagen Kaliberg-Abdeckung: Nienhagen erwartet Verkehrsbelastung
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Kaliberg-Abdeckung: Nienhagen erwartet Verkehrsbelastung
15:47 13.03.2015
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Am Dienstag informierte er im Nienhagener Bauausschuss die Politik über den neuesten Stand und stellte vier Varianten vor, wie der Berg abgedeckt werden könnte: drei Abfräs-Varianten und die favorisierte Option, auf das Abfräsen zu verzichten. Dass rund 30 Zuhörer kamen, zeigt, wie groß das Interesse der Bürger an dem Thema ist. K+S will in wenigen Jahren damit beginnen, den Berg zu begrünen. Gerechnet wird damit, dass Laster 12 bis 13 Millionen Tonnen Bauschutt anliefern, die am Berg verbaut werden.

Laut K+S wird nach groben Schätzungen 50 Prozent des Lkw-Verkehrs durch Hänigsen fahren. Nur zehn Prozent werden aus dem Osten über Eicklingen erwartet. Die Gemeinde Wathlingen ist somit relativ wenig betroffen, zumal die Laster aus Eicklingen den Ort umfahren können. „Bezogen auf die Ergebnisse der letzten Verkehrszählung in den Gemeinden würde daraus eine vergleichsweise geringe Mehrbelastung im einstelligen Prozentbereich resultieren. In absoluten Zahlen würden pro Stunde in Hänigsen zehn, in Nienhagen acht und in Eicklingen zwei Lkw mehr fahren“, sagte K+S-Sprecher Ulrich Göbel der CZ.

Doch vor Ort sehen viele die Dinge anders. „Einige Bürger kündigten in der Sitzung erheblichen Widerstand gegen die Pläne an. K+S zieht sich darauf zurück, dass für die Anfahrt die vorhandenen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen genutzt werden“, sagte Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel. Er spricht sich dafür aus, dass die Gemeinden eine gemeinsame Position vertreten. „K+S sollte darlegen, warum zum Beispiel die Anlieferung per Lkw bis zu einem geeigneten Umschlagplatz an der vorhandenen Bahnlinie nicht möglich ist, um dann das Material über die Schiene an den Berg zu bringen. Dies wäre eine umweltschonende Alternative“.