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Nienhagen Kanuten des SV-Nienhagen bei 44. Alster-Grachtenfahrt in Hamburg
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Kanuten des SV-Nienhagen bei 44. Alster-Grachtenfahrt in Hamburg
09:41 14.10.2016
Nienhagen

Diese Fahrt gehört zu den Highlights des Paddel-Kalenders. Die Besonderheit besteht v.a. darin, dass nicht wie sonst meist üblich ein Flussabschnitt stromabwärts gepaddelt wird, sondern ein 23 km langer Rundkurs mitten durch die Großstadt Hamburg inkl. eines Teils des Freihafens.

Morgens um 7 Uhr in Nienhagen gestartet, wurde kurz vor 10 Uhr in Hamburg am Bootshaus am Goldbekkanal des ausrichtenden Vereins VfL 93 eingesetzt. Von dort ging es zusammen mit den zahlreich aus ganz Deutschland angereisten Teilnehmern entlang der Grachten („Fleets“) unter zahlreichen Brücken hindurch mitten durch den Stadtteil Barmbek, vorbei an sehenswerten Wohnlagen.

An einer Stelle öffnen sich die Grachten zum kreisrunden Rondeelteich, dessen Ufer von weißen Villen mit grünspangefärbten Kupferdächern gesäumt ist. Von dort gelangt man bald in die weit geöffnete Außenalster, die man sich mit Seglern, Ausflugsdampfern und Tretbooten teilt und die bis zur Binnenalster hochgepaddelt wurde. Bei eindrucksvoller Sicht auf die Nobelhotels am Alsterufer, die große Fontaine vor dem Hintergrund des Jungfernstiegs und schließlich das Rathaus mit etlichen Menschen davor, wurde die Rathausschleuse erreicht. Durch diese und die sich kurz danach anschließende Schaartorschleuse, ging es mit Blick auf die Elbphilharmonie hinaus auf die Norderelbe in den Freihafen, wo das Tragen von Sicherheitswesten vorgeschrieben war. Gut bewacht von Booten der DLRG ging es bei Wellengang zwischen den Touristenbarkassen hindurch bis fast zu den Landungsbrücken, vorbei am 159 m langen ehemaligen Stückgutschiff Cap San Diego, an alten Segelschiffen und einem Leucht-Feuerschiff, schließlich durch das Nikolaifleet und wieder zurück zu den Schleusen.

Zurück durch die Schleusen und die Binnenalster wurde die in der Außenalster die Hohenfelder Bucht angesteuert, wo beim Hamburger Kanu Club e.V. eine Pause eingelegt wurde. Gestärkt ging es über Außenalster, Osterbekkanal, Barmbeker Stichkanal und Goldbekkanal zurück zum Bootshaus, wobei noch ein Abstecher in den Stadtparksee eingelegt wurde, von dem aus man einen guten Blick auf das dortige Naturbad und durch den Stadtpark zum Planetarium hatte. Gegen 15 Uhr am Ziel angekommen, belohnten sich die SVN-Paddler bei Bratwurst und Kuchen für die nicht unanstrengende Tour, bevor es an das Aufladen der Boote und die Rückfahrt nach Nienhagen ging.

Von Patrick Eisentraut