Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Nienhagen Konzert bei Nienhagens Bürgermeister: Flug der Gefühle in Makels Wohnzimmer
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Konzert bei Nienhagens Bürgermeister: Flug der Gefühle in Makels Wohnzimmer
16:32 26.11.2017
Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

„Eine tolle Idee“, findet die Nienhägerin Sabine Meyer, die es sich mit Freundin Marie-José Ehresmann schon mal auf dem Sofa bequem gemacht hat. „Ich lerne selbst gerade ein Instrument, und bin schon ganz gespannt, was uns heute erwartet.“ Der Gedanke, man könne doch einmal einen Musikabend in den eigenen vier Wänden ausrichten, sei im Rahmen der Kunst- und Kulturtage entstanden, erzählt Makel. „Es muss ja nicht immer gleich das große Konzert sein, es reicht doch, wenn das Wohnzimmer gut gefüllt ist.“ Bei der Auswahl der Künstler habe man zudem auf Regionalität geachtet, berichtet der Bürgermeister. „Sie stammen alle aus Nienhagen.“

Die Musiker Irina Janz (Gesang) und Konstantin Schneider (Gitarre und Gesang) versprechen den rund 25 Gästen des Wohnzimmerkonzerts dann gleich auch einen „Flug der Gefühle“ – und dieses Versprechen lösen sie im Laufe des gut einstündigen Konzerts mehr als ein. „Wir möchten, dass ihr heute Abend von einem Gefühl ins andere schwingt“, sagt Janz, bevor das Duo eindrucksvoll beweist, dass es manchmal nicht mehr als eine Sängerin und einen Gitarristen braucht, um das Publikum komplett zu verzaubern.

Amerikanische Evergreens, russische Romanzen sowie deutsche und französische Lieder stehen an diesem Freitagabend auf dem Programm: Den Anfang machen Janz und Schneider mit dem wehmütigen „Autumn Leaves“, das sie gleich dreisprachig – in Englisch, Russisch und Französisch – darbieten. Klassiker wie „Für Dich soll's rote Rosen regnen“, „La vie en rose“ oder „Fly me to the moon“ werden ebenso gekonnt vorgetragen wie alte russische Weisen, die von unerfüllter Liebe erzählen. Janz und Schneider beherrschen den Spagat zwischen Melancholischem und Heiter-Beschwingtem perfekt – und lassen die Zuhörer in Makels Wohnzimmer schließlich begeistert zurück.

„Ich bin hin und weg“, schwärmt Marie-José Ehresmann. „Ich bin eigentlich gar kein großer Konzertfan, aber Hausmusik, das hat so was Natürliches – das hat mir richtig gut gefallen.“ Die Distanz, die man sonst bei Konzerten oft empfindet, sei komplett weg gewesen, ergänzt Sabine Meyer: „Das war ein ganz toller Abend.“

Von Christina Matthies