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Nienhagen Leitung im Erdölfeld Nienhagen nach Austritt stillgelegt
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Leitung im Erdölfeld Nienhagen nach Austritt stillgelegt
16:35 11.02.2015
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Ein Landwirt hatte das Leck in der Gemarkung Uetze bemerkt und daraufhin die Feuerwehr informiert, die wiederum Kontakt zum Betreiber ExxonMobil aufnahm. Betroffen seien etwa 15 Quadratmeter einer landwirtschaftlich genutzten Fläche. "Die Leitung wurde unverzüglich außer Betrieb genommen. Die Sanierungsarbeiten wurden sofort eingeleitet, die Flüssigkeit aufgenommen und betroffener Boden entfernt", sagte eine ExxonMobil-Sprecherin. So soll eine Spezialfirma das Öl mit Schläuchen aufgesaugt haben. Das Unternehmen untersuche noch die Schadensursache.

In den Entwässerungsgraben sei nach ersten Erkenntnissen kein Öl gelangt, teilte das LBEG weiter mit. Die Gefahr, dass das Grundwasser beeinträchtigt worden sein könnte, sei sehr gering, so Völlmar. Derzeit werde von einem unabhängigen Gutachter noch das genaue Schadensausmaß ermittelt. Das defekte Leitungsstück werde untersucht. Im Anschluss sei vom Betreiber ein Sanierungskonzept zu erstellen. Die Durchführung der Sanierung werde im Rahmen der Bergaufsicht vom LBEG kontrolliert.

Als Nassöl wird Erdöl bezeichnet, das durch eine Erdölbohrung gefördert wird. Es ist ein Gemisch aus Rohöl und Lagerstättenwasser. Der Anteil des Lagerstättenwassers soll in diesem Fall bei 85 Prozent gelegen haben, 15 Prozent waren Rohöl.

Die Ölförderung im Erdölfeld Nienhagen erlebte im 20. Jahrhundert ihre Blütezeit. Dort förderten Firmen wie Elwerath und Wintershall tonnenweise das schwarze Gold. Wie man heute sieht, sprudelt das Erdöl noch immer.