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Nienhagen Musik, die in den Himmel hebt
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Musik, die in den Himmel hebt
18:56 30.09.2018
Faszinierend: Es war eine besondere Art von Musik, eine Mischung aus Klassik und Volksweisen, die John Kelly und Maite Itoiz spielten. Quelle: Kimberly Wojahn
Nienhagen

Wow! Noch haben die beiden Gäste von Nienhagen-Kultur (Ni-Ku) keinen Laut von sich gegeben – ihr bloßes Erscheinen sorgt am Samstagabend im Hagensaal für Begeisterung. Sportlich, ganz in Weiß – Turnschuhe inklusive – der eine, auf High Heels, im eleganten, schwarzen Abendkleid die andere: John Kelly hat seine Ehefrau Maite Itoiz mitgebracht.

Auch damals bei der ersten Begegnung vor Jahrzehnten in der Kölner Fußgängerzone war er in Begleitung: Mutter, Vater und die zahlreichen Geschwister – alle trugen sie irische Tracht. Unwillkürlich blieb man stehen, schaute sie an und lauschte den irischen Melodien. Lieder, die die Kulturen europäischer Völker geprägt haben, stehen auch auf dem Programm des aktuellen Auftritts von John Kelly und Maite Itoiz. „Wir machen eine musikalische Reise durch Zeit und Raum“, kündigt die Sopranistin an und erzeugt zum Auftakt mittels Harfe und Gesang Klosteratmosphäre und damit die Umgebung, in der Hildegard von Bingen das Stück im 12. Jahrhundert komponierte.

Aus der Mitte Europas nimmt die Exkursion Kurs auf das Königreich Kastilien, Italien, das Baskenland und England, wo Richard Löwenherz einst im Gefängnis ein Lied schrieb, dessen Melancholie Maite Itoiz transportiert, obwohl alles, was sie darbietet, von einem Lächeln unterlegt wird. Zu Höchstform laufen beide Künstler auf, als sie im Baskenland Station machen, denn dort ist Maite Itoiz beheimatet und dort ist mittlerweile auch das Zuhause des Ehepaares. Doch geprägt ist John Kelly von wechselnden Wohnorten in der ganzen Welt. Immer wieder berichtet er von den verschiedenen Regionen und wie deren jeweilige Kultur ihn inspirierte.

Es ist eine besondere Art von Musik, eine Mischung aus Klassik und Volksweisen, die das Duo zu Gehör bringt. John Kelly schlägt die Trommel, singt bei zahlreichen Liedern mit. „Merkt ihr, wer der Boss ist?“, wirft er zwischendurch ein. Zu Beginn des zweiten Teils übernimmt er diesen Part, denn die Künstler spannen den Bogen noch weiter. „Red Shoes“ singt Kelly in schönster Pop-Manier, erntet Beifallsstürme, bevor er seiner Frau wieder das Feld überlässt für zwei Stücke von Heinrich Heine. „Das ist Musik, die in den Himmel hebt“, kommentiert Kelly und macht dann einen großen Sprung, der die Jahrzehnte alten Bilder vor dem geistigen Auge aufgreift. „Der Hut glüht nicht, sagte Vater, wenn unsere Musik die Passanten nicht berührte und der Hut sich nicht ausreichend füllte“, nimmt er die 360 Zuhörer mit in die Vergangenheit als Straßenmusiker.

Bei einem Konzert dieser Klasse erfasst der Impuls zum Aufstehen alle Zuhörer in Sekundenschnelle, sie bedanken sich mit minutenlangen, stehenden Ovationen. Der Hut hat geglüht und wird wieder glühen, wenn das Duo im Februar 2019 erneut zu Besuch kommt. (ahs)

Von Anke Schlicht

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