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Nienhagen Nach zehn Jahren wieder ausgeglichener Etat in Nienhagen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nach zehn Jahren wieder ausgeglichener Etat in Nienhagen
17:26 24.11.2017
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Die größten Projekte im Jahr 2018 betreffen die Modernisierung der evangelischen Kita, wofür 413.000 Euro eingeplant wurden, wie Kämmerer Thorsten Borchers mitteilte. Für die Erstellung des Wohnmobilplatzes sind 65.000 Euro vorgesehen. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED an der K58 schlägt mit 55.000 Euro zu Buche. Für Wohnmobilplatz und Straßenbeleuchtung fließen zudem Fördermittel.

Die Beispiele zeigen, dass im Jahr 2018 in Nienhagen keine Großprojekte geplant sind. Bürgermeister Jörg Makel sagte, es sei ein „beruhigendes Ergebnis, jetzt nach vielen Jahren wieder auf einen ausgeglichenen Haushalt zu blicken“. Die Gemeinde werde weiterhin da sparen, wo es möglich und dort investieren, wo es nötig sei.

Zum ausgeglichenen Etat tragen nach Angaben der Gemeinde zum einen die guten Erträge aus den Steuereinnahmen bei. Zum anderen würden „die konsequenten Einsparungen“ und auch die Bereitschaft der Vereine, etwas zurückzustecken, einen Beitrag leisten. So übernehmen Sportverein, Spielmannszug und DLRG die Reinigung ihrer Vereinsräume wieder selbst und beteiligen sich an den Energiekosten der von ihnen genutzten Räume, heißt es. „Wir haben die Vereinsförderung von 36.000 auf immer noch gute 30.000 Euro gekürzt“, sagte Makel. Auch Schönheitsreparaturen müssen die Vereine künftig selbst vornehmen, die Gemeinde will nur noch das Material zahlen. Ferner wurden die kommunalen Ausgaben für Hache- und Weinfest sowie für die Partnerschaft mit anderen Kommunen gekürzt.

Im Jahr 2018 wird es in Nienhagen keine Steuererhöhung geben. Die Kita-Gebühren sollen ebenfalls konstant bleiben, bevor sie im Kindergartenbereich ab August 2018 abgeschafft werden sollen, wie die neue Regierung in Hannover angekündigt hat.

Nienhagens Haushalt hatte in der Vergangenheit teilweise ein Millionen-Minus. Vor allem die Kassenkredite, das kommunale Girokonto, war deutlich überzogen. Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein.