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Nienhagen Neujahrsempfang in Nienhagen: Kooperation statt Konkurrenz
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Neujahrsempfang in Nienhagen: Kooperation statt Konkurrenz
12:24 19.01.2014
Von Simon Ziegler
Bürgermeister Jörg Makel, SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann und Landrat Klaus Wiswe (von links) beim Neujahrsempfang in Nienhagen.  Quelle: Alex Sorokin
Nienhagen

Bürgermeister Jörg Makel hat am Freitag beim Nienhäger Neujahrsempfang für eine starke Zusammenarbeit der drei Mitgliedsgemeinden in der Samtgemeinde Wathlingen geworben. "Wir erreichen mehr für die Bürger, wenn wir uns auf die Gemeinsamkeiten besinnen, nicht auf die Konkurrenz untereinander", sagte er unter dem Applaus der 150 Gäste im Hagensaal.

Vor allem in Sachen Finanzen sei Kooperation gefordert, spielte Makel auf die derzeitigen Versuche an, dass Nienhagen, Wathlingen, Adelheidsdorf und die Samtgemeinde finanzpolitisch an einem Strang ziehen wollen. Gleichwohl werde damit nicht der Weg in die Einheitsgemeinde geebnet. "Wenn wir gemeinsame Dinge machen, müssen wir ja nicht zu einer Gemeinde verschmelzen", sagte Makel.

Im Wechselspiel mit "Nachrichtensprecherin" Sophie Hentrich ließ er auf der bunt geschmückten Bühne des Hagensaals das vergangene Jahr Revue passieren. So waren ehrenamtliche Helfer aus Nienhagen beim Hochwasser im Einsatz, der Naturaussichtsturm an der Michelwiese wurde eröffnet, die Samtgemeinde feierte das 40-jährige Bestehen und die Bürgerstiftung wurde gegründet. TV-Aufritte hatten die Blue Diamonds und Köchin Christa Schilbock. Makel erinnerte auch an den verstorbenen stellvertretenden Landrat Eberhard Valentin.

Als Beispiel des Zusammenhalts innerhalb der Gesellschaft nannte Makel die Kooperation von Waldkindergarten und Kursana-Residenz, die "in diesem Jahr unter einem Dach sind". 2014 steht außerdem ein besonderes Jubiläum in Nienhagen an. Die Blue Diamonds gibt es seit 30 Jahren.

Wie die beiden Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) und Henning Otte (CDU) war auch Landrat Klaus Wiswe nach Nienhagen gekommen. Es war an ihm, die großen Herausforderungen im Landkreis Celle zu skizzieren. Um die Ärzteversorgung auf dem Land mache er sich große Sorgen, sagte er. Bald werde es zum Beispiel in Wathlingen nur noch zwei Hausärzte für 6000 Einwohner geben. Wiswe erneuerte seine Kritik am Land Niedersachsen wegen der geplanten Schließung des Gefängnisses Salinenmoor, weil vor allem der Celler Nordkreis bereits durch den Britenabzug gravierende Einschnitte erfahre.

Auch das Dauerthema Kreisumlage schnitt Wiswe, der im Mai als Landrat wiedergewählt werden will, an. Der Kreis Celle sei heute einer der Landkreise mit der höchsten Verschuldung in Nordniedersachsen. Das liege daran, dass hier erheblich in die Schulen investiert werde. So fließen in den kommenden Jahren einige Millionen Euro in die Oberschule Wathlingen.

Musik gab es beim Neujahrsempfang auch: Viel Beifall erhielten Sängerin Sarah Mertins aus Ovelgönne und Singer-Songwriter Michael Becker aus Hermannsburg.