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Nienhagen Nienhäger Kita bleibt Dauerbaustelle
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhäger Kita bleibt Dauerbaustelle
18:53 27.09.2017
Von Simon Ziegler
Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten am Jahnring beendet sein. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Für Erweiterung und Sanierung der Kita waren zunächst Kosten in Höhe von 700.000 Euro vorgesehen, sagte Bürgermeister Jörg Makel – doch diese Mittel waren nicht ausreichend. Derzeit wird von Gesamtkosten in Höhe von 880.000 Euro für den Anbau ausgegangen.

Abzüglich der Förderung wird der Erweiterungsbau die Gemeinde Nienhagen 620.000 Euro kosten. „Wir erweitern die Kita um 330 Quadratmeter. Schön ist, dass wir neben den Räumen für die Krippe zeitgleich auch den Mitarbeitern den dringend benötigten Arbeits- und Besprechungsraum zur Verfügung stellen können“, sagte Makel.

Mit dem Umbau der Kita beschäftigen sich die Nienhäger Gremien bereits seit dem Jahr 2013. Damals war beschlossen worden, die Hausmeisterwohnung zur Krippe umzubauen. 2015 lag die Baugenehmigung vor. Nach Beginn des Umbaus kam es zum Baustopp, weil die Substanz der Wohnung so schlecht war, dass neu gebaut werden musste. Ein Jahr später wurden schließlich Container aufgestellt, um eine zweite Krippengruppe anbieten zu können.

Reibungslos lief es aber nicht weiter. Im Frühjahr 2017 wurde das Architektenbüro gewechselt. „Es gab unterschiedliche Ansichten über die Abrechnungsmodalitäten“, sagte Makel. Das Bauprojekt soll nach seinen Angaben im April 2018 fertig sein – fünf Jahre nach Beginn der Planung. „Wenn es am Ende ein gutes Ergebnis gibt, dann hat es sich gelohnt“, so der Bürgermeister. Die Kita umfasst insgesamt sieben Gruppen mit Kita- und Krippenkindern.

Der Gemeinderat hat am Dienstag zudem beschlossen, die Energieversorgung der Kita zum Teil über eine Sonnenstromanlage zu realisieren. Es handelt sich um eine Anlage, die wie eine Blume aussieht. Scheint die Sonne, öffnen sich die Blätter. Pro Jahr sollen 15 Prozent des in der Kita benötigten Stromes vor Ort produziert werden. Die Anlage kostet 15.000 Euro. Für das Vorhaben haben sich neben der Elternvertretung und der Kirche auch die Mitarbeiter der Einrichtung eingesetzt, die schon jetzt an viele Projekte mit den Kindern zur Nutzung der Sonnenenergie denken, so der Bürgermeister. Einig war sich die Kommunalpolitik aber nicht. SPD und CDU stimmten für das Projekt. Die FDP enthielt sich, die UWG war dagegen.