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Nienhagen Nienhäger Rat beschließt Funkmast
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Nienhäger Rat beschließt Funkmast
16:23 12.12.2013
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Andere ins Spiel gebrachte Standorte für den Funkmast kämen nicht infrage, weil die Grundstücke entweder nicht bebaut werden dürfen oder Privateigentum sind, hatte Bürgermeister Jörg Makel eingangs erklärt. "Wir sind es unserem Gewerbe schuldig, dass wir ihnen entgegenkommen und nicht zur mobilen Informationswüste werden", sagte Hans-Engelbert Windelen (CDU). Da derzeit Vodafone-Kunden große Netz-Probleme in Nienhagen haben, betonte Alexander Hass (UWG), dass es unbedingt notwendig sei, dass auch andere Bewerber den "Turm" mitbenutzen könnten. Ralf Überheim, der als einziger von der Bürgerlichen Liste für den Mast im Gewerbegebiet Nord gestimmt hatte, lobte das "transparente Verfahren".

Die Grünen hatten, weil sie die Ausweglosigkeit erkannt hatten den Mast noch zu verhindern, beantragt, dass die Einhaltung der sogenannten Schweizer Grenzwerte in die Verträge mit der Telekom geschrieben werden. Doch auch damit konnte sich die Ökopartei nicht durchsetzen. Den Wunsch vieler Bürger, ständig online zu sein, können die Grünen nicht nachvollziehen. "Wir sind hier nicht an der Wall Street, wo jeder permanent ins Internet muss. Wir sind hier auf einem Dorf", sagte Ratsfrau Christin Benedict.

Unterdessen erklärte gestern Vodafone, dass Kunden noch bis Januar mit erheblichen Einschränkungen rechnen müssen. Anders als angekündigt können die Modernisierungsarbeiten am Netz in Nienhagen nicht bis zum Ende der Woche abgeschlossen werden, sagte Unternehmenssprecher Volker Petendorf. Die Arbeiten sollen dazu beitragen, endlich eine bessere Mobilfunkversorgung in Nienhagen hinzubekommen. Stattdessen werden Kunden in den kommenden Wochen einen noch schlechteren Empfang als zuvor haben. "Wir können uns bei unseren Kunden nur entschuldigen", sagte Petendorf. Vodafone-Nutzer könnten sich bei der Kundenberatung kostenlos unter ☏ 0800 1721212 melden, der Anbieter käme den Kunden beim Preis entgegen, sagte der Sprecher.

Der Nienhäger UWG-Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Hass sagte, die Situation sei katastrophal. Es gebe in Nienhagen weder UMTS noch eine LTE-Funklösung. Abgesehen von WLAN-Verbindungen könne man mit Smartphones in Nienhagen praktisch nicht auf das Internet zurückgreifen. Er will das Thema jetzt auf Kreisebene zur Sprache bringen.