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Nienhagen Nienhäger Rat verweigert Klaus Gärtner fast die Entlastung
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16:18 13.12.2013
Von Simon Ziegler
Nienhagen

Was sonst in allen Gremien zu einem einstimmigen Votum führt, geriet in Nienhagen fast zum Fiasko. Denn lediglich fünf der anwesenden 18 Ratsmitglieder stimmten für die Entlastung des verstorbenen langjährigen Bürgermeisters Klaus Gärtner. Zehn Politiker enthielten sich, drei Sozialdemokraten stimmten sogar gegen die Entlastung.

Georg Schäfer erklärte, warum er Gärtner nicht entlasten könne. "Die Art und Weise der Haushaltsführung lässt mich zu dem Schluss kommen, dass es damals zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen ist", sagte Schäfer, ohne konkreter zu werden. Sein Fraktionskollege Peter Mahler sprang ihm zur Seite: "Ich stimme gegen die Entlastung, ich habe damals auch gegen die Haushalte gestimmt", begründete er sein Nein. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rosemarie Mikolaiczak hob gegen die vorgelegten Jahresrechnungen die Hand. "Ich bin der Meinung, dass damals vieles schief gelaufen ist", sagte sie der CZ. Gestritten wurde in dieser Zeit in Nienhagen viel: zum Beispiel über die Gelben Seiten, die Förderung von Ärzten oder über die Unterstützung von Vereinen.

Schließlich wurde die Entlastung nur mit den Stimmen der Bürgerlichen Liste (BL) und von Hans-Engelbert Windelen (CDU) erteilt. Der gehörte in den letzten Jahren zwar auch zu den Kritikern von Gärtner, er wolle aber nicht "nachkarten", wie er am Dienstag sagte. Indes betonten auch die Sozialdemokraten, dass es nicht um ein Nachkarten gehe. Gärtners Nachfolger Jörg Makel (SPD) enthielt sich bei der Abstimmung. Heinz-Henning Rode (BL) verwies darauf, dass das Rechnungsprüfungsamt keine Bedenken gegen die Entlastung vorgebracht hat.